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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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artige Bänder innerhalb der einzelnen Jahresringe. Regel-mässig ist bei älteren Exemplaren das Hintertheil der Muscheldunkler gefärbt als die übrigen Theile derselben, was jedochgewöhnlich seinen Grund in der reichlicheren Auflagerungvon Schlamm auf das aus dem Boden hervorragende Stückder Muschel hat. Aeltere Muscheln sind desshalb auf ihrerganzen Oberfläche immer von dunklerer Farbe , als jüngereund häufig lagert sich um den Wirbel derselben ein röth-licb-brauner Niederschlag, der den Muscheln ein sehr hüb-sches Anssehen gibt. Dass auch die Grundfarbe der Epi-dermis nur von der chemischen Beschaffenheit des Wassersund Bodens, in dem die Muscheln leben, abhängig ist, be-weist, die helle Farbe der in den kalkreichen, grossen Alpen -seeen lebenden, sehr hellgefärbten Muscheln, gegenüber derdunklen Farbe jeuer, die in humusreichem Schlammbodenversumpfender Altwasser sich aufhalten — Auch das Perlmut-ter erleidet durch die Wasser- und Gnindbesehaffenheit derWohnorte Veränderungen, die seinen Glanz und seine reine,weisse Farbe beeinflussen. In humusreichem, schlammigenBoden erhält dasselbe eine sclimutzig-gelhe Farbe, die ihrein Aussehen geben, als wenn es durch Fettflecken beschmutztworden wäre. Je reiner dagegen das Wasser ist, in demdie Muscheln leben , desto schöner und glänzender bleibt esbis ins höchste Alter erhalten.

F o r m v a v i et äte n. Die Mannigfaltigkeit der Formenist bei den Anodonten eine ganz ausserordentliche und esist ganz unmöglich aus dem unendlichen FormenreichthumEinzelne herauszuheben, welche als Typen scharfabgegrenzter Varietäten betrachtet werden können. Inner-halb kleinerer Gebiete finden sich allerdings einzelne Formenoft scharf geschieden und nicht durch Uebergänge zusam-menhängend; je grösser aber das Gebiet wird, das berück-sichtigt werden soll, und je zahlreichere Fundorte Materialgeliefert haben, desto weniger lässt sich eine Abgrenzungeinzelner Formen durchführen. Es wird daher auch nichtmehr gerechtfertigt werden können, die bisher meist alsSpecies behandelten Formen in der Folge als gut be-grenzte Varietäten aufrecht zu erhalten. MeineBeobachtungen haben mich erkennen lassen, dass gewisseFormen an eine bestimmte Beschaffenheit ihrer Fundorte