520
zunehmende Verwischung des Schnabels vor sich geht, wo-durch selbe als hieher gehörig sich ausweist.
An. cariosa Küster, Chemnitz , ed. 2 p. 43 t. 4, fig. 3,t. 5. fig. 1 und t. 10. fig. 1. 2. gehört gleichfalls hieher.Der stark zerfressene Wirbel dieser Muschel ist die Folgeder WohnortsbeschafFenheit und ist es desshalb nicht ge-rechtfertigt auf dieses Merkmal eine Varietät zu begründen.Ebenso kann An. luxata Held, Chemnitz ed. 2. p. 9- t. 13.fig. 1. und An. subluxata Küster, 1. e. p. 51. t. 14. fig. 1.3. nicht als Varietät betrachtet werden. Die mehr oder-weniger starke Verdrehung des Schlossbandes, die sich beiin fliessendem Wasser lebenden Muscheln zuweilen findet,weil die den Anodonten mangelnden Schlosszähne eine Ver-schiebung der Schalen gestatten, kann nur als abnorme Er-scheinung aufgefasst werden. — Auch An. auserirostrisKüster 1 c. p. 55. t. 10. fig 3. und t. 11. fig. 1. 2. gehörtzum Formenkreise der An. cellensis; sie stellt als kleinere,in langsam fliessendem Wasser lebende Muschel gewisser-massen den Uehergang zu An. anatina L. dar. — An. opa-lina Küster. 1. c. p. 60. t. 16 fig. 1, 2. ist nach der ge-ringen Zahl der breiten Jahresringe und der glänzenden,lebhaften Farbe der Epidermis wahrscheinlich eine nichtvöllig ausgewachsene An. cygnea, dagegen gehört An. Picte-tiana, Brot. Naj. hassin. Leman t. 8. fig. 1. nach der Formihres Schnabels zum Formenkreise der An. cellensis.
3. VCtV. plSci'/loJ/lS, Nilsoil (hist, mol], Sueciae p. 116.)
An. piscmalis, Bossm. Icon. fig. 281.
— — Küster, in Chemnitz ed. 2 p, 45 t. 8 fig. 4—5.
Muschel: von mittlerer Grösse, rundlich-eiförmig, fest-schalig, mit ziemlich lebhaft gefärbter Epidermis; Wirbelnicht hervortretend, Schild sehr breit und zusammengedrückt,sehr hoch; Schildchen klein; Vordertheil kurz, gerundet;Hintertheil mit kurzem, schmalem Schnabel, dessen Eckenmeist etwas abgerundet sind; Perimusser rein, bläulich,glänzend.
Länge 90 — 100 mm, Breite 54—60 mm, Dicke
Wobnort: Auf schlammigen Boden, in stilleren Buchtenfliessender Gewässer.