597
Vorderrand stark gerundet, etwas zugespitzt; Unterrand ge-bogen, vom Hinterrande durch eine stark abgerundete Eckeabgegrenzt; Ligament kurz, ziemlich fein, überbaut; Perl-mutter schwach, meist weisslich; Muskelnarben kaum ange-deutet; Schloss gut entwickelt; Leiste schmal, von den Car-dinalzähnen in ihrer ganzen Breite ausgefüllt. — LinkeSchale: Cardinalzäbne 2; der äussere kurz, wenig gebogen,dünn, schneidend; von vorne nach hinten allmählig anstei-gend, den inneren bis zur Hälfte deckend; der innere stär-ker , ziemlich gebogen, Biegung etwas mehr oder wenigerstark; hinterer Schenkel etwas kürzer und stärker als dervordere; Rinne kurz, nach der Innenseite der Muschel sichsehr erweiternd; Seitenzähne einfach, hoch, sehr zugespitzt;der vordere etwas hackenförmig. — Rechte Schale: Cardinal-zahn 1; mehr oder weniger gebogen, ziemlich kurz; hintererSchenkel keulenförmig verdickt, auf der Oberfläche tief ge-furcht; Seitenzähne doppelt, die äusseren kurz, ziemlich dick,sehr niedrig, selten den Schalenrand überragend; die innerenderb, ziemlich zugespitzt; Rinne kurz, tief.
Länge 4 mm, Breite 2,8 mm, Dicke 3 mm.
Wohnort. In Gräben und Bächen mit langsam flies-sendem Wasser; in Weihern und Seeen.
Verbreitung. Die Art ist eine sehr gemeine, diesich in fast allen kleineren Wasserbehältern findet. In denAlpen geht sie bis 1800 m Höhe.
Grössenunterschiede: Ziemlich beträchlich; dieArt schmiegt sich der Grösse nach sehr an gewisse Verhält-nisse ihrer Wohnorte an und modifizirt nach denselben nichtnur ihre Aufgeblasenheit, sondern auch ihre Umrissform. —Die Länge wechselt zwischen 3—5,5 mm, die Dicke zwischen2—3,5 mm.
Farbenabänderungen: Die Muscheln sind oft vonschöner hellgelber Farbe (in durch Torfstiche gezogene Grä-ben), meistens sind sie jedoch graulich hornfarbig, und sehrhäufig finden sich am Hintertheile derselben, das ins fliessendeWasser ragt, Sehmutzpaquets angelagert, welche der Farbedes Schlammes entsprechen.