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0. VilT. curtum , CleSStU , Chemnitz 1. c. p. 34.
Muschel: von mittlerer Grösse, mit sehr verschmälertemVorder- und sehr verbreitertem Hintertheile, wenig bauchig;Wirbelstellung normal.
Länge 3,8 mm, Breite 3,2 mm, Dicke 2,3 mm.
Verbreitung: Bayern (in Torfmooren).
Bemerkung: Es ist sehr schwer, diese Art in denzahlreichen, wenn auch geringfügigen Abänderungen zu er-kennen. Sie ist fast von jedem Fundorte etwas verschiedengeformt, und ich zweifle nicht darau, dass die Beschaffen-heit ihrer Wohnplätze daran die Schuld trägt. — Pis. fos-sarinum ist durch den sehr gebogenen halbmondförmigenCardinalzahn der linken Schale und die starke Verdickungdes hinteren Schenkels des Cardinalzahnes der rechten Schale,dessen Oberfläche tief gefurcht ist, ausgezeichnet; diese Merk-male unterscheiden sie allein sicher von der Umrissform nachihr ähnlichen Arten. — Die Muschel findet sich wahrschein-lich in ganz Europa ; aber es ist zu berücksichtigen, dassnicht alle als Pis. cazertanum oder fontinale bezeichnetenMuscheln mit der vorstehenden identisch sind. — Der NamePis. cazertanum Poli, der einer süditalienischen Muschel zu-kommt, war unrichtig auf die kleinere bei uns vorkommendeArt angewendet; und ebenso war der Name Pis. fontinalePfeiffer ein so loser Begriff, dass ich es vorgezogen haben,auch den letzteren vollständig fallen zu lassen.
7 . Pisidium 'pallidum , Jeffreys.
Pisidium pallidum, Gassies, Descr. Pis. Aquit. 1855 p. 19 t. 1 fig. 10.
— henslowianum var. pallidum, Moq. Tand. hist. moll. France II. p. 581.
— fontinale, — Jeffreys, brit. Concb. I. p. 21,
— pallidum, Westerl., Fauna Moll. Suec. p. 539.
Thier: nicht beschrieben.
Muschel: mittelgross, verlängert-schief-eiförmig; Vorder-theil ziemlich zugespitzt, sehr bauchig, dünnschalig, sehrfein, unregelmässig gestreift, glänzend; Epidermis von gelb-licher Hornfarbe; Wirbel spitz, sehr hervorragend; Oberrandziemlich gebogen, nach vorne steil abfallend; Schild undSchildchen schwach markirt; Vorderrand sehr zugespitzt;Hinterrand gerundet, kaum etwas abgestutzt; Unterrand