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Die Conseryirung der Nacktsehnecken.
Nachdem in neuester Zeit die Nacktsehnecken, die solange vernachlässigt waren, sich besserer Beachtung erfreuen,wurde von verschiedenen Seiten der Wunsch angeregt, michüber die Conservirung derselben zu äussern.
Die Nacktschnecken werden am- besten in einem mitWasser vollständig gefüllten, verschlossenem Gläschen ge-tödet, weil sie sich hiebei ausstrecken und oft sogar nichteinmal die Fühler einziehen. — Das Gläschen muss jedochje nach der höheren Temperatur 1—2 Tage im Dunkelnstehen bleiben. Die toden Thiere werden dann herausge-nommen, um mit einem weichen Bürstchen den Schleim, dersie umhüllt, abzuziehen. Sind sie vollkommen gereinigt, sowerden sie in ein frisches Gläschen gebracht, das mit ge-wöhnlichem Brennspiritus gefüllt ist. Die Thiere wer-den dabei allerdings bald fest und sind zu anatomischen Unter-suchungen nicht sehr geeignet, aber sie behalten ihre Formund Farbe bei, soweit sich diess überhaupt erreichen lässt,wenn sie im Dunkeln aufgestellt bleiben.
Alle anderen Conservirungsflüssigkeiten haben sieh nachmeinen Beobachtungen und den Erfahrungen meiner Freundefür die Nacktsehnecken nicht bewährt, insoferne es sich umdie genannten Merkmale handelt, die übrigens für denSammler von der grössten Wichtigkeit bleiben. Zur vollstenSicherheit der Bestimmung der Arten kann die Seetionjedoch nicht entbehrt werden. Namentlich ist selbe bei dergrossen Farbenverschiedenheit der Arten in den verschiede-nen Altersstufen und nach den Fundorten oft nur allein imStande, die Art zu erkennen. Die Seetion ist jedoch auchbei längere Zeit in Alkohol gelegenen Thieren ausführbar.