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Section Allendorf - Treis / geologische Aufnahme von Professor Dr. E. Dieffenbach und Rudolph Ludwig
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Es wurden während des Grubenbetriebs folgende Versteinerungen ge*funden:

1) In dem Kalk und Mergel:

Schälchen von Cypris sp.

Planorbis declivis A. Braun.

2) In dem Dysodil:

Planorbis declivis A. Braun.

Schilfblätter und ein Blättchen von einer Leguminose.

3) Im hellfarbigen Basalttuffe und im Kalkmergel:

Hyotherium medium v. Meyer.

Palaeomeryx Scheuchzeri v. Meyer.v pygviaeus v. Meyer.

Cervus anoceros Kaup.

Mastodon sp.,

Rhinoceros sp.

Vögelreste und

Reste von Schildkröten und vom Krokodil.

Auch die bei dem nahen Allendorf an der Lumda im Thon an-stehenden Dysodile gaben nach Tasche einige Versteinerungen, nament-lich:

Leuciscus papyraceus A g.

Eine Quappe von Rana; sowie

Kieselholz.

Man hat diese Braunkohlen ebenfalls durch Schürfung aufgedeckt, aberwie die von Climbach, Beuern , Appenrod und Annerod als un-benutzbar erkannt.

In der Nähe des Dorfs Rödchen geht ein x / 4 Meter dickes dünn-plattiges Süsswasserkalklager zwischen Thon und Basalt eingeschlossenaus der Section Giessen herüber. Dieser Kalk ist ohne Versteinerungen.Die bei Climbach gefundenen thierischen Reste weisen dem Thone seineStellung bei den Schichten des Mainzer Oligocän an.

b) Oligocän des Niederhessischen Beckens.

In dem ehemaligen Kurfürstenthum Hessen ist eine von Bey rieh zu derälteren Miocän- oder der Oligocän-Formation gezählte Meeres- und Süss-wasserbildung weit verbreitet. Die marinen Theile dieser Formation lagernbei Oberkaufungen nächst Cassel im Mittelthaler-Stollen des Abtissin -hagner Braunkohlenwerks auf den Braunkohlen eben so wie sie sichbei Zell am Vogelsberge (Section Alsfeld) über solche Kohlen mit