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der Erde erhält*), ihr Temperaturstand, trotz aller Schwankungen,ungefähr in Uebercinstimmung sich befindet mit demjenigen desErdbodens, den sie berührt, und zwar ihr nachfolgend, sowohl inder. Steigerung wie in der Erniedrigung der Temperatur. Dennwenn auch die unregelmässigen Undulationcn der Luft-Temperaturzunächst bestimmt werden durch die Winde, so besitzen und ver-theilen diese doch nur die ihnen ursprünglich von der Oberflächeder Erde aus mitgetheilte Temperatur. — Die ganze, mit jährlicherFluctuation versehene Insolations - Schicht besitzt auf der gemässig-ten Zone, auf dein 50" N., in Europa etwa eine Mächtigkeit oderTiefe von 60 bis 75 Fuss (nach A. Quctclct in Brüssel ), aber aufder Polar-Zone ist sie von geringerer Tiefe anzunehmen, vielleichtetwa von 30 Fuss Tiefe; unter dem Aequator-Gürtel reicht sievcrmuthlich (es liegen noch keine empirischen Beweise vor) bis 200 ;tief. — In dieser Schicht geht mit der Sonnen - Bewegung einedoppelte vertikale Fluctuation vor, eine tägliche und eine sehrlangsame jährliche, welche letztere, um das 19fache tiefer ein-dringt als die erstere. Die erstere hat kaum einen grösserenSpielraum, als einige Fuss tief, (3,0' im Allgemeinen im Sommer,nach den Beobachtungen in Mittel - Europa , wobei eine Verschieden-heit in den Jahreszeiten noch nicht angegeben ist), in welchem alsodie Tag- und Nacht-Temperatur oscillircn; die jährliche aberhat eine jahreszeitliche Bewegung mit sehr langsamen Vorschreitenwährend eines Halbjahres und mit sehr langsamen Rückschreitenwährend des anderen Halbjahres, mit einem gleichbleibenden mitt-leren Temperatur-Grade innerhalb einer nach unten zu schmalerwerdenden Amplitude der Fluctuation, bis unten jede Variation auf-hört , weil die Einwirkung der Sonnenwärme überhaupt aufgehört
*) Dies Verhalten muss besonders beachtet werden, zum Zweck der Verstän-digung. Nicht etwa befindet sich die Erdkugel mit dem Aequator -Gürtel in einemallgemein wärmeren JLiaume und gleichsam passiv, sondern ihre Oberfläche selber be-wirkt, erst reagirend gegen die Insolation und im Verhnltniss zu deren Intensität, eineErwärmung nach beiden lticlitungen hin, nach der Tiefe in den Erdboden und nachder Höhe in die Atmosphäre. — Denkt man sich die Erdkugel ohne ihre jetzigeHitze im Innern, dann würde die solarische "Wärme in die ganze Masse dringen undnicht nur auf der Oberfläche bleiben. Denkt man sich die Erdkugel ohne liotationund Circulation der Sonnenstrahlung ausgesetzt, so würde die Ausstrahlung dereinstbis zu einem gewissen Grade der Abkühlung erfolgt sein, d. h. bis zum Gleichgewichtmit der solarischen Erwärmung, aber es würde nun die Emission völlig fehlen, dieserhythmische Unterbrechung der Einströmung.