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Rollet von Neuem sich auf vor meinem bewundernden Geiste.Tausende kräftiger Männer am Amboss seh’ ich in Arbeit,
Sehe bewegliche Räder von stürzenden Wassern getrieben,
Dass die gefangene Luft, in Zellen und Höhlen gepresset,
Durch rundschwellende Schläuche, sich, dehnenden Schlangen
vergleichbar,
Vorwärts dringt und, befreit, Kraft, Leben spend’ und Bewegung.Tief im Frejus darinnen vernehm’ ich ein Keuchen und KnarrenEines Getriebes, den Wagen der Alten im Kriege vergleichbar,Kühn, von kundiger Hand mit Kolben und Klappen geregelt,Dass die gefangene Luft die bohrenden Eisen beflügle,
Die in die cottischen Höh’n eingraben die lichtende Oeffnung.
Kein fremdländisches Volk wälzt schaarweis heut' von den AlpenWild sich herab, um den Durst nach blutiger Rache zu stillen:Nein, der Gewerbfleiss ist’s, auf friedlichem Ringplatz erscheinend,Raum nur und Zeit zu besiegen, sein all’ und sein einiges Trachten.Hüben und drüben schon nahet das Wunderwerk der Vollendung.Sieh! und die letzte, die trennende Wand ist endlich gefallen.
Freue dich, menschlicher Geist, du steigst in die Himmel und
sinnest
Ihren Bewegungen nach und die Elemente durchforschendKennst und enthüllst du von Allem die unbekannte Bestimmung.Aber noch mehr, es liest und erkennt dein Auge die VorzeitIn den wechselnden Schichten des offenkundigen Erdreichs.Meere vereinest, Gebirge durchgräbst du, riesige StreckenKürzest und allerlei Volk aus der Ferne führst du zusammen,Während feurige Boten zwei Hemisphären verkünden,
Dass dein denkender Geist, der Herr und Gebieter von beiden.Bildner erhab’ner Systeme, kämpf, Weltenwand’rer, und wage,Alles noch wirst du erfahren, welch’ unaussprechliche Kraft duTief im Innersten hegst, und wirst in dem Brausen der SchöpfungDeinen Ursprung zuletzt noch erlauschen und deine Bestimmung.
Julius Sohanz, Der Moutoenis-Tuunel.