Webt, doch aus Kisen gewirkt und in riesige Rahmen von EisenEingespannt. Fürwahr, kein anderer sonst von den GötternAllen hätte vermocht, dies Werk zu erbauen, und keinerKönnte, wie sehr er sich müht’, es zertrümmern, einzig KronionSelber, der donnernde Gott, dess Macht von allen die grösste.Unten im Strom schwamm eine gewaltige eiserne Blase,
Tief im Grunde verankert, und mächtige Ringe zur SeiteWaren daran, ln den Ring dort schlangen wir unseres SchiffesWohlgeüochtenes Tau, da im letzten Hauche des müdenFahrwinds jetzt hinflappte (las Segeltuch und das RudernGegen den reissenden Strom nichts fruchtete. Aber wir selberStiegen an’s Land und legten im dichtverwacbsenen WeidichtUns zur Ruh und versanken sol'oit in erquicklichen Schlummer.Als zwei Drittel der Nacht entllolm und die Sterne sich neigten,Weckt’ uns dumpfes Getöse, von lern herrollend wie schwererDonner des Zeus . Auf sprangen wir schnell und sahn mit
Entsetzen
Ueber das Feld hinschiessen ein grausiges Ungeheuer,Unabsehlicli an Länge und dick, vielgliedrig und hundertRäderfüsse bewegend, mit feurig funkelnden AugenWie Mühlsteine so gross, auf dem Haupt ein mächtiges Einhorn,Dem mit Schwefelgestank pechdunkele Wolken des RauchesHimmelempor entsprühten. Mit angstvoll beitenden KnieenSahn wir es nahn pfeilschnell, und das Herz ward starr vor
Yerzweillung.
Aber ich fasste mich doch, und die langhinschattende LanzeGritf ich geschwind und schoss und traf, wohlzielend, das rechteAuge des Ungethüms. Aufkreischt’ es vor Schmerz wie von
tausend
Adlern scholl das Gekreisch, und entfliehend über die BrückeDonnernden Laufs hinraste das Ungethüm nach dem andernUfer des Stromes. Bald sahn wir es nicht mehr, aber noch langeHörten wir durch die ambrosische Nacht sein schreckliches
Kreischen.
Jetzt berief ich die Freunde zum Rath und redete also:„Diesmal sind wir entronnen dem grausen Verderben; doch wie nun,Wenn, umkehrend, das leicht nur verwundete scheussliche UnthierNochmals stürmet heran, rachgierigen tückischen Muthes?