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Die vorweltliche Flora der Schweiz / Oswald Heer
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ebenso die Laubbiiume und Laubsträucher. Die einzigen bislier ennittelten Bliithenprianzen sind die Cordaitesund die Walchien, welche wir zu den Coniferen bringen. Die Cordaiten batten grosse bandförmige Blätter, welcheam Ende des Stammes zu einer Krone vereinigt waren. Unter den lebenden Pflanzen dürften die wunderbarenWelwitschien des tropischen Afrika ihnen am nächsten stehen. Sie haben auch lederartige, lange, bandförmigevon dichtstehenden parallelen Nerven durchzogene Blätter, die aber nur zu zwei am Ende des Stammes stehen.Dieser Stamm ist zu einer kurzen, tellerförmigen Scheibe geworden, während er bei Cordaites wohl Yucca- oderDracamaartig ausgesehen hat. Eine ganz andere Tracht hatte die Walchia pinifonuis, deren in zahlreiche Aestegetheilten Stämme und die mit nadelförmigen Blättern dicht besetzten Zweige in den Arauearien mul Crypto-merien der .letztweit sich spiegeln.

Es ist nicht zu entscheiden ob von der ' ' bis nach Steiermark und Kärnthen in der Dichtung der

jetzigen Alpen ein zusammenhängendes Festland bestanden hat oder aber nur eine Reihe von Inseln da sich fand,das ist aber sicher, dass die Pflanzendecke, welche das Land bekleidete überall dasselbe Gepräge hatte undmanche Arten überall sich rinden. Es bildet diese Pflanzenwelt einen Bestandteil der Steinkohlen Flora underscheint in der Mehrzahl ihrer Arten in der Mora des Mittelcarbon von ganz Europa und Amerika . EinBlick auf die zweite Tabelle beweist diess in augenfälliger Weise, indem wir jede Art über das bis jetzt be-kannte Verbreitungsgebiet verfolgen können. Folgende Zusammenstellung zeigt uns die Zahl der mit den ver-schiedenen Ländern gemeinsamen Arten:

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Hs haben gemeinsam mit:

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1. Die Westalpen (Schweiz , Savoyen , Dauphine)

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2. Die Schweiz und Savoyen.

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3. Die Schweiz allein.

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In den Mittelnieerländern tritt die Steinkohlenformation nur in geringer Ausdehnung auf, daher auch nurwenige Pflanzen von da bekannt geworden sind. Immerhin rinden wir unter den Kohlenprianzen von dann inToskana (von den Monte Pisani) und aus Sardinien eine Zahl von übereinstimmenden Arten, ebenso unter denPflanzen von Asturien , Andalusien und von Portugal .

Auf der Nordseite der Alpen liegen uns die Kohlenablagerungen des Grossherzogthums Baden und vonRonchamp am nächsten, doch haben dieselben sehr geringen Umfang. Die von Badenweiler und Offenburg zeigendie abweichende Flora des Untercarbon (Kulm), wogegen die von Baden , Oppenau und Geroldseck von 3G ArtenKJ mit unserm Gebiet gemeinsam haben. Das uns nächste grosse Kohlenhecken ist aber das des Saargebietes.Hier liegen zahlreiche KohleuHötze übereinander, welche die beiden Zonen des Mittelcarbon, und die untereAbtheilung des Perm repräsentiren. Da die Flora der Steinkohlenformation von Aachen und von Westphalendenselben Karakter bat, habe ich sie in der Tabelle in dieselbe Kolonne gestellt. Sie zeigt mit unserm An-thrazitgebiet die meisten gemeinsamen Arten, aber auch in Sachsen , Schlesien, Böhmen und Mähren begegnenuns gar manche Formen, Welche uns aus den Alpen bekannt sind. Dasselbe gilt von den Kohlenbassin vonFrankreich , Belgien und England. Gering ist dagegen die mit Russland gemeinsame Artenzahl, wohl weil inRussland das Mittelcarbon gegenüber dem weit verbreiteten Untercarbon zurücktritt. Dass in Spitzbergen bei77° n. Br. noch 5 Arten unseres Gebietes sich wiederrinden, während wir von dort bislang erst 25 Arten ausdem Mittelcarbon kennen, ist in hohem Grade beachtenswert!!. Es zeigt diess Vorkommen die weite Verbreitungder Steinkohlenptianzen und dass dieselben Arten bis weit in die arctische Zone hinaufreichen.