Die wirtschaftlichen Eigenschaftendes Schweizerlandes.
Die Lage des Landes ist der Volkswirtschaft insoweitgünstig, als die Schweiz direkt und indirekt von Völker-schaften umgeben ist, die zum grossen Teil sehr kauffähigund leicht erreichbar sind. Beides kommt dem Absatz vonwirtschaftlichen Erzeugnissen sehr zu statten. Umgekehrtdringen jene Völkerschaften auch leicht mit solchen Erzeug-nissen in die Schweiz ein, die hier selbst bedarfgemäss her-gestellt werden könnten. Dies bildet in Verbindung mit demUmstand (der besonders in Kriegszeiten sehr fühlbar wer-den kann), dass die Schweiz von keinem Meere bespültwird, ein Gegengewicht, durch das Vor- und Nachteile sichziemlich die Wage halten. Wie die Lage, so wird auch der
Boden (s. Tabelle I) nicht allen Wünschen gerecht; aberdennoch werden seine Eigenschaften leicht unterschätzt. Wahrist, dass ein beträchtlicher Teil desselben unkultivirbar ist(Gebirge, Felsen), dass auch der kultivirbare Teil selbst beifleissiger und umsichtiger Bearbeitung vielorts nur beschei-dene Erträge ab wirft, dass ferner Metalle und Kohlen (zweifür die Industrie sehr wichtige Bodenerzeugnisse) nur in ganzgeringen Mengen in unserem Erdreich vorhanden sind; alleindiesen Mängeln gegenüber steht die grosse Eignung vielerBodenteile für Gras-, Forst- und Obstkultur, der Reichtum anheilkräftigen und gewöhnlichen Wassern, an industriell ver-wendbaren Steinen und Erdarten, sowie die lukrative Schön-heit der Bodengestalt.
Nicht in ausgezeichneter, jedoch in befriedigender Weisekommt das
Klima der Volkswirtschaft zu Hülfe. Weder hinsichtlichder Temperatur noch der Niederschläge extrem, lähmt es