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besondere auf dem Gebiete der Landwirtschaft, notwen-dig sind. Die Viehzucht, die Pferdezucht, die Pflauzenkultur,die Landwirtschaftsgeräte u. s. w. haben auf diese Weiseseit einer Reihe von Jahren erhebliche, zum Teil bedeutendeVerbesserungen erfahren.
An die Kosten von kantonalen, schweizerischen und inter-nationalen Ausstellungen, an welchen sich schweizerische Aus-steller betheiligen, werden sehr nahmliafte Staatsbeiträge ver-abreicht, weil die Ansicht obwaltet, dass die Ausstellungenden Ehrgeiz der Produzenten wecken und sie zur Aufbietungall’ ihrer Geschicklichkeit anspornen. Der Ruf, den gute undschöne Produkte eines Landes an Ausstellungen erwerben,kann in der Tat viel zur Hebung wirtschaftlicher Zweigeund zur Wohlfahrt eines Volkes beitragen; die staatlicheUnterstützung von Ausstellungen kann also einen grossennationalökonomischen Nutzen haben. Seit 1848 hat der Bundfür interne und internationale Ausstellungen über 2‘/a MillionenFranken geopfert.
Zum Schlüsse dieses Kapitels sei noch gesagt, dass esPflicht jedes Bürgers ist, der Staatswirtschaft, die so grosseund so viele Aufgaben zu bewältigen hat, keine Steine inden Weg zu legen. Wie macht er das? Antwort: Indem erden Behörden die Wahrheit über seine Vermögens- undErwerbsverhältnisse nicht vorenthält, sondern indem er dieStaatslasten nach Maassgabe seiner Kräfte redlich tragen hilft.Leider ist diese Bürgertugend wenig verbreitet und seltengibt Einer dem Vaterlande freiwillig, was des Vaterlandes ist.