Vorwort zu der ersten Auflage.
Es ist eine anerkannte Sache, daß Cicero's Schreibartin den verschiedenen Gattungen der Litteratur, in denen erSchriftwerke hinterlassen hat, einen verschiedenen, dem Cha-rakter der Gattung entsprechenden Typus hat. Während inden Reden und rhetorischen Schriften seine Sprache sich inschönen und kunstvollen Perioden bewegt und den ganzenGlanz und Zauber der Lateinischen Sprache aufbietet, trittuns in den philosophischen Schriften, die er in dialogischerForm abgefaßt hat, eine einfache, leicht dahinfließende undungekünstelte Ausdrucksweise, die ganz das Gepräge der un-gezwungenen Umgangssprache hat, entgegen. Eine solcheSprache verschmäht die strengen Regeln der Kunst und ge-fällt sich in einer gewissen Nachlässigkeit. Bei der Beur-
Cicero, TuScuwnen.