Vorwort.
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bindungen in regelrechte Perioden umgießt, so kann sie zwardie Gedanken des Schriftstellers wiedergeben, aber die Formund den ganzen Ton der Urschrift wird sie durchaus ver-wischen und verdunkeln. Bei aller Treue der Uebcrtragunghabe ich es jedoch nie unterlassen dem Geiste unserer Mutter-sprache sorgfältigst Rechnung zu tragen.
Unter meinen Vorgängern kenne ich nur Einen Ueber-setzer, der mit Geschmack und feinem Takte die Tusculancnübertragen hat. Ich meine Friedrich Heinrich Kern ,weiland ordentlichen Professor der Theologie an der Univer-sität Tübingen , dessen vortrefflicher Uebersetznng ich schon aneinem anderen Orte das ihr gebührende Lob gespendet habe.
In der Übertragung der Lateinischen Verse, die 'Ciceroin den Tnsculanen in großer Anzahl eingestreut hat, habe iches für zweckmäßig gehalten die antike Form beizubehalten,während der eben erwähnte Ucbersetzer dieselben auf freiereWeise in modernem Versmaße wiedergegeben hat.
Der Lateinische Text, den ich bei meiner Uebertragungzu Grunde gelegt habe, ist der in der vierten Auslage meinergrößeren Lateinischen Ausgabe*) gegebene.
*) N. Dutlii Oivsroiüs Dusoulanarurn DisxotaiioriuM DiNri guiii-MS. NsovAnovit si sxxlanavii Dr. R. L. btctitio Maria aovtior siswenckatior. Bellas, t^pis st snmxtibus b'rictörioi Droroiüairll. 1853.