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hierfelbft, um bab beiläufig ju erwähnen, ein tirchhof für bie ®reifaltigfeitb-Äirche eingerichtet werben;ba bieö jeboch bem Äönigc mißfiel, Würbe berfelbe nach ber anbern Seite ber fßotbbamer Strafe ner-legt, wo noch h ellt e ' n ^hcil beffelbeti am ijlotöbamer Bahnhofe borhanben ift. ®ie beiben Slcferftüdfelinfb ber BcIIetme • Straße würben nun gartenmäfjig eingerichtet unb unter bem Stauten „Äirchhofb-garten“ jcitwcilig bon ber ffteal-Schule in ißacht genommen, ba ber Boben beffer war alb ber bebSchulgartenb. Stach Slblöfung beb (Xanott gingen fie fpiiter in ^noatbefih über; bie Käufer oott 16bib 20 ber Bellebne-Strafe finb auf biefem Terrain erbaut.
Sollte jeboch ber bon ber Schule gepachtete Sieter alb ©arten benutzt werben, fo war eb noth-wenbig, bah ber Äöuig alb Patron ber ßüßower Äircf>e genehmigte, bie je^ige Beitpacht in Erbpacht guberwanbeln. Sluf bab ©cfudj beb Ober-Kuratoriumb beauftragte ber Äönig ben SDtinifter b. Braubunb ben ipräfibeutcu b. Beicheubacb bab bcbhalb Stöthige 31 t berfügen. ®a bie Äirdje in ßüßoWftch jeboch für bie Erbpacht nicht mit bem bibherigen Säße bon 5 ®hl r - begnügen wollte, würbeeb bem Kharlottenburger SUtagiftrat 3 ugegeben, einen Bietungbterntin 3 U publicirett, in welchem am22. Slugnft 1749 bab Süteiftgebot mit 17 SEd 1 '- erfolgte, ?$'itr eben biefett fßreib erflärte bab Ober-Kuratorium bie bier Slcferftiicfe in ©rbpacht 31 t nehmen, unb bab Konfiftorium crtheilte am 4. October b. 3.feine Buftimmung. ®ie befugten bier Slcferftüdfe füllten für biefen Kanon ber ®reifaltigfeitb-$ircheunb bet Stcal-Schule auf ewige Beiten alb Krb 3 inbgut ber Slrt überlaffen bleiben, bah hie Schule bieeine, bie Äirdje für bie ihr borbehaltenen gwei Slcferftiicfe bie anbere £>älfte biefeb Kanon 3 U 3 ahletthabe. SBoßer eb gefommen, bah erft ein bolleb Sähe fpäter, nämlich am 20. October 1750, berbetreffenbe Kontract aubgeftellt würbe, ergiebt ftch aub ben Sitten nicht.
®ic Sänge beb fo erworbenen ©runbftüdfeb erftreefte fich bon ber Beliebete -Straße an berSchulgarten -Strafte bib 3 ur Kcfe beb Äauonen-SBegeb, ber heutigen Seimä-Straße; feine Breite auber BeUebtte-Strafte betrug 34°, ba aber ber hintere $heil nach bem &f)iergartcn fpiß julief, fo würbeber flächen- 3 tihalt nur auf 1673 □» angegeben. ®agegen erflärte §ecfcr’b Sladjfolger Silber)chlagim SDtai 1782 auf amtliches Befragen, baß er bon „einigen gerieften Scholaren“ einen fßlan bomSchulgarten habe aufnehmen loffen, beffen fÄichtigfeit er bejengen tonne; banaci) umfaffe ber ©artenbei einer Breite bon 37° unb einer Sänge bon 50° 1850 G 0 . Bei einer am 2 . Slugnft 1785 auf-genommenen ®aj:e wirb ber flächen-3nl)alt fogar auf 1946 Q° angegeben. SBoßer biefc Berfchieben-heit, läßt fich aub ben Sitten nicht nachweifen, lieber bie beabsichtigte Bergröherung beb ©artenb iftnur ein Slftcnftücf bom September 1763 borhaitben. §ecfcr hatte banach ben Krben eineb benach-barten ©runbftücfeb ben Borfchlag gemacht, einen ®h e ü t^reö ©artenb ber Schule gegen ein gleichgrofteb Stüdf abgutreten, bab 311 m borntaligen Brobergifchen §aufe gehörte. ®er ®aufcf) würbenicht eingegangen; Woher aber jeneb ©artenftiief au bie Schule gefommen, läßt fich nicht ermitteln.
®ab ©runbftücf war nach beiben Straßenfronten hm bon einem ©raben umgeben, ber großen-theilb berfumpft nicht wenig bagu beitrug, bie Suft beb ®l)iergartenb, ber itberbieb biel ftehenbeb©ewäffer enthielt, 31 t berpeften. ®et Btinifter ©raf Slrnim, ber burch neue ©räben bem ffagnirenbenSBaffer beb 3H)icrgartenb Slb 3 ug ju berfdfaffen fudjte, benachrichtigte bcmnach bab Ober-Kuratoriumim 3uni 1793, bah cin ^heil beb faulen ©rabenb bor bem ©arten jugebäimnt werben follte, woburchber ©arten an glädjenraum fogar gewinnen würbe, wenn auch burch 3 iehung eineb neuen ©rabenbihm 20 Q° berloren gingen. ®a jeboih bab Kuratorium ber ©feinung war, bah ber ©arten baburchgan 3 ruinirt werben würbe, fo unterblieb bie Stabführung; man begnügte fich mit ber Slufräumuttgbeb alten ©rabenb, wobei bie Brücfe 31 t bem §anpteitigange beb ©artenb abgeriffen würbe, bereuSBieberßerfteHung ber bamaligc Krbpächter am 7. Sluguft b. 3. beantragte.