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| indes flüchtigen Ueberblick geben. Kreil ich darf, wer die Originalitätdes Dichters richtig abschätzen will, nicht vergessen, dass abgesehen vonden allzudürftigen Resten des Xenophanes, der in erster Linie die An-regung zum System und zur dichterischen Einkleidung dieses Systemsdem Parmenides gegeben hat, alles was sonst zwischen ihm und demalten Epos Homers und Hesiods liegt, also die j;esammte Poesie des 7.| und 6. Jahrhunderts für uns bis auf geringe Bruchstücke verloren ist.Homer ist natürlich der nie versiegende Brunnen, aus dem alle lielle-nis clie D ichtung schöpft. Aber ein näheres Verhältnis zu ihm hat keinerder beiden Eleaten; Xenophanes schon darum nicht, weil er die epischeMythologie in seinen Sillen als unsittlich gebrandmarkt hatte. So istin seinen Versen eher ein absichtliches Vermeiden und Abbiegen vondem homerischen Geleise zu beobachten. Auch bei Parmenides sind dionicht gerade seltenen Spuren von Imitation nirgends auffallend undjedenfalls viel geringer als selbst in der Elegie; es tritt eher ein Strebennach Variation des überkommenen Formelschatzes hervor.
Auffallender ist die Ilesiodnachahmung und gewiss nicht unbewusst.Die schlichtere Kunst der klassischen wie namentlich auch der alexan-drinischen Didaktik fühlte sich dem alten biederen Bauer aus Askra ,der mit seiner kosmogonischen Speculation gleichsam die Philosophie[eröffnet hatte, ganz besonders vertraut. Mit dem heroischen Epos wett-eifern konnten und wollten sie nicht. Aber der biedere Ton und diesorglose Fügung der Ilelikonischen Muse musste auch geringerer Begabungerreichbar scheinen. Die Einzelheiten dieser Imitation habe ich imICommentar angemerkt. Ich will hier nur auf die Einführung des kos-mogonischen Eros verweisen und auf die Reilm hohler Personificationen:Helium, Discordia, Cupülitas (Cic. d. nat. d. 1,11,28), welche diekosmogonisehe und philosophische Dichtung treulichst ihrem Vorbildenachgebildet hat. Verse wie ' Vapiva? ts <I>ovoo? xi x’ ’ Avöpoxxoej!«?
-z (Theog. 228 ff.) sind für diese K atalogpoesie vorbildlich geworden.Aber nicht nur im zweiten Teile seines Gedichtes, wo er ein Spiegelbildder bisherigen So-ott geben will, auch in dem ersten, wo er das AVortder Wahrheit verkündet, wandelt er Schritt für Schritt auf den BahnenH esiods. Dio ganze Zweiteilung seines Gedichtes in ’Ab-jfktct und Aö-a,beides Offenbarungen der himmlischen Göttin, hat ihre Entsprechung inder Anrede der Ilelikonischen Musen an den begnadeten Schafhirten:iojASv 'liz'joza ksystv ixopoiaiv ou/act,
iousv o sox’ sösktupsv akrfii'A pr t poaa’Jtl'zi.