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Parmenides Lehrgedicht : Griechisch & Deutsch ; mit einem Anhang über griechische Thüren und Schlösser / von Hermann Diels
Entstehung
Seite
22
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Gand 1894. S. 166). El- endet damit, dass er seinem Adepten Gewalt gibtüber Wind und Wetter, Leben und Tod (24 St. an falscher Stelle). Inden Katharinen vollends, die durchaus im Tone des sechsten Jahrh.gehalten sind, fährt er gleichsam vierspännig, wie der Virgilsche Sal-moneus in seiner Prophetenhybris den Blitz des Zeus herausfordernd. DieseCharlatanerie wirkt auf uns durchaus abstossend und hat thatsiichlichauch auf die Zeitgenossen nicht anders gewirkt. Sein einziger SchülerGorgias ist mit Sang und Klang in das Nihilistenlager übergegangen.Erst hundert Jahre später hat ein Dichter-Philosoph die verlassene Spurdes Iileaten wieder aufgesucht. Die grossartig durchgeführte Wagenfahrtder göttlichen und menschlichen Seelen im Phaidros zeigt das alte Motivin tieferer Aulfassung und vollendeterer Kunst und ist typisch für dieVereinigung orphischer Apokalyptik mit eleatischer Dialektik, welchePlatons Grösse ausmacht.

Wenn also gegen solche Ideale gehalten das dichterische Vermögendes Parmenides zusammensinkt, wenn die ganze Einkleidung sich nichtüber eine dürftige Allegorie erhebt, der jeder poetische Nerv fehlt, jafast absichtlich durchschnitten ist, so entfällt für den modernen Kritiker(sollte man meinen) jede Veranlassung, durch verwogene kritische Künstedie Ueberlieferung zu einem erträumten Ideal der Vollkommenheit zuheben. Die unleugbaren Seltsamkeiten und Ungeschicklichkeiten, die imProömium um so greller ins Auge fallen als sie mit dem hohen Flugeder Gedanken in schneidendem Contraste stehen, wird man psychologischzu verstehen suchen. Manches der Art ist naiver Kunst eigen. Sobefremdet die vage Art, wie z. B. mit P-toi x a( jas vso ooslv begonnen wird.Erst vier Verse später erscheint ein bestimmteres Epitheton -oXu'.spasxot firm». Die Gelegenheit, die Wunderrosse nun als solche uns vorzu-führen, wird nicht benutzt. Noch seltsamer ist die Einführung der Rosse-lenkerinnen. Erst heisst es einfach xoupcu 3 öööv y^saovioov. Erst vierVerso später (1,9) erfahren wir wie beiläufig, dass es Meliaden sind. Der-gleichen kommt im Epos auch sonst vor, namentlich der häufigste Fall,dass zuerst das Pronomen steht, bis der Dichter sich erinnert, dass derZuhörer weniger orientirt ist als er selber: si ixsp xs yspovx etpy/xi srs/.lhovDem Dichter fällt ein, das genügt nicht. Er fährt fort Aaspxrjv r t pouota 198. Aehnlich C <5 svi xoöpyj xoiu.ax aöavoExyjai '.soxjv vsA eioo; o;xoi.r t .Dann erst kommt der Name Ncmatxot« Doyacxrjp jjisyaXyjxopo?AD/tvöoto.Oder r t o ~ptv psv ctvouv 3 x 0 spyov otiiös?. Dann erst ötct K/.jxoti-p.vrjaxp/j (-(-265).Dem Dichter schwebt ein neuer Begriff so lebendig vor