zuprägen. So scheint X enophan ea den Kernvers seiner Polemik gegendie vulgäre Götteranschauung, xXs-reiv fioi/sosiv ts xa't dXXdjX ou; arrcrrsusiv,zweimal verwandt zu haben. So hat E mpedo kles, der freilich sonstnicht mehr archaisch, sondern modern-rhetorisch empiindet, das mehr-malige Vorkommen seiner Merkverse beabsichtigt und ausdrücklich ge-rechtfertigt: öic " ap xot't xp't? eoixsv 8 orj vm/j'j iotiv ivioicsiv (59). Par-in eni des ist wol nicht mit Absicht diesen Weg gegangen. Sein WortSuvöv os jjLot sastv öttoDev ap^couar toöi "|'ap T.dh.v li-opou cioths (fr. 3)hat einen etwas anderen Sinn und bezieht sich jedenfalls nicht auf dieVorm. Vielmehr machen auch seine Verswiederholungen den Eindruckaltfränkischer Sorglosigkeit: imroi ~ai ps cpsoooaiv 1,1 und 25; aXXa auTTjao’ d'p’ oöou o».Cr ( 3io; slpys vor ( p(x 1,33 und 7,2; ähnlich 6,3. Freilichdiese Warnung vor dem falschen Weg liegt ihm besonders am Herzen.Wenn daher der Vers poövoc 5’ sst pööos oöolo Xsutsxcu in der Formpovo? o’ st: öooTo Xst'-stai wiederkehrt, so hat man mit nichten
hier die Ueberlieferung einer Verwirrung anzuklagen, sondern die beidenFragmente säuberlich auseinander zu halten. Die Variante, die ich inden Anmerkungen S. 63 verständlich zu machen suche, ist hier in der-selben Weise mit der Wiederholung verbunden wie 6,3 (s. oben) undan anderen weiter abweichenden Stellen.
So gattet sich in dem Gedicht des Parmenides Altes und Neues inseltsamer IVeise. Das J anusgesi cht, das seine Philosophie zeigt, spiegelndie Verse wieder. Wenn sich in seiner tiefgründigen Dialektik die ge-waltige Kopfarbeit der folgenden Epoche gleichsam wie im Keime con-centrirt, so wirft sein Poem die Schatten der reflectirten Poesie voraus,die nothwendig bei dem Versiegen der Phantasie zur versiücirteu Prosaherabsinken musste. In solchen Zeitaltern pflegt der Poet zu Surrogatenzu greifen, und dem Dichter des 5. Jahrhunderts bot sich die unterdessenentdeckte Kunstform der Prosa, die Rhetorik, als Ersatz dar. Das zeigenalle Gattungen dieser Zeit und zwar lauge vor Euripides und der Bliitoder sogenannten Sophistik. Beweis ist P anyassis ( vgl. 14. 16 Kinkel) imEpos, Simonides im Melos; und Empedokles , der Fortsetzer des eleatischenTropos, wird bekanntlich von Aristoteles als der Erfinder der sicilischeuRhetorik hingestellt (S. Sitz. d. B. Ak. 1884, 343). Es ist daher nichtwunderbar, dass auch Parmenides bereits leise Spuren rhetorischerTechnik aufweist, die ich an einem Beispiel in historischer Perspectivezu erläutern suche (S. 60f. zu 1,32).
Zum Schlüsse einige Bemerkungen über di e Reeension ! Von der