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Parmenides Lehrgedicht : Griechisch & Deutsch ; mit einem Anhang über griechische Thüren und Schlösser / von Hermann Diels
Entstehung
Seite
26
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AXr]i)s'.7 sind etwa neun Zehntel erhalten, von der Ao-ot nach einer wenigersicheren Abschätzung vielleicht ein Zehtitel. Dazu hat bei weitem ammeisten beigesteuert Si mplicius, d essen Exemplar im Ganzen vortrefflichzu nennen ist. Es stammt vermutlich aus der akademischen Bibliothekzu Athen, ist aber nicht identisch mit dem im 5. Jahrlt. von Proclus benutzten Codex. Die ältesten Zeugen für den Text des Parmenides sind ausser Empedokles, der ihn bekämpft und nachalunt, Plato , derfreilich ungenau citirt, und Aristoteles , dessen Exemplar schlechter warals das des Theophrast.

Wir kommen also in unserer Recension bestenfalls auf ein attisches| Exemplar des vierten Jahrhunderts, weiter nicht. Damit ist gesagt, dasses unmöglich ist den Text des Parmenides in der Form wiederzu-gewinnen, die der Verf. niederschrieb. Wir wissen, dass Plato dieHomer -, Lyriker-, Empedoklesstellen, die er citirt, attikisirt wiedergibt,und dasselbe, wenn auch in minderem Grade, gilt von Aristoteles undden späteren Zeugen. So stimmen z. B. die beiden Codices des Peri-patos, die sonst stark variiren, IG, 1 in xpöiaiv überein, obgleich Parme-nidos doch selbstverständlich xorjatv geschrieben hat wie axpijto;. Hierliegt die Sache ziemlich klar, xpäst; gehört wie die meisten Bildungenauf zu den abstracten, jungen Wörtern, die das alte Epos nicht

kennt. Parmenides.ist der erste, der xpäai; und der erste und einzigeder irsonjai; (8,14) verwendet. So ist es begreiflich, dass die attischen Ab-schreiber, die auf Homer und attische Prosa eingeschrieben waren, dasIfremdklingende xpr ( atv sich anpassten. Hier ist also ein Iliniibergleitenin die Atthis leichter als in der Declination, die schon durch ihreMassenhaftigkeit und die Gewöhnung an Homer ziemlich geschützt war,obgleich selbst hier Ilatos Citate attikisiren. Es wäre nun kinderleicht,wie meine Vorgänger das freilich ohne jede Consequenz versucht haben,dem überlieferten Texte ein vulgärepisches Gewand anzuziehen. Aberich habe das principiell vermieden. Wir sind nicht einmal bei deridirecten Ueberlieferung des Herodot und IJippokrates in der Lage dieI urkundliche Form der Autoren zu erreichen. Den Bruchstücken derionischen Philosophen gegenüber, für die uns nur indirecte und imDialekt gänzlich unzuverlässige Ueberlieferung zu Gebote steht, ist solchesUnterfangen vermessen und selbst die Annäherung an das Ideal ein über-flüssiges und die Wahrheit verdeckendes Tünchwerk. Noch unmöglichererscheint diese Restauration für die künstliche und conventionelle Dichter-sprache. Schrieb der Eleate dXijfHj oder d/./plia (8,3D), raAcöv oder JtoXswv