Lokale diluviale Schotter.
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Die große Mehrzahl der erhaltenen lokalen Bildungen dieser Art stammen ausder letzten Rückzugszeit der Gletscher; ältere sind selten erhalten geblieben.
Beispiele diluvialer Kiese und Sande, nach la und b gebildet.
Schotter bei Summapunt über der Viamala 1922 m.
Sils im Domleschg, an der Mündung der Albula am Ausgang des Schynpasses in dasDomleschg, einstiges Niveau des Glazialsees 780 bis 785 m, Stauung durch den Hinterrheingletscher.Delta ganz aus Albulageröllen, 108 bis 113 m über dem Talboden des Domleschg, oben vollständigflach. Schichtung oben Hach, darunter steil. Durch den Bau des Albulawerkes fast aufgezehrt.Bei Katzis und Realta finden sich terrassenförmige Reste ähnlicher Bildungen (Heim).
Ilanz (St. Martin), Delta in diluvialem Bergsturzsee (Heim).
Unteres Prättigau , enorm hohe Kiesterrassen bis 150 m über dem Talboden, zum Teilmit Moränen verbunden. Wahrscheinlich bedingt durch Verschluß der Klus, der jetzige Flußlaufstellenweise epigenetisch geworden. Nähere Untersuchung fehlt.
Steinachtobel 30 m über dem Bodensee , Delta unter Moränen. Bleiche E Trogen,nach E fallende Kiesschichten mit horizontaler Decke, gefüllter, vom Gletscher in das Nebental ge-stauter See (Früh). W von St. Gallen gestaut von Endmoränen in ca. 690 m, E von St. Gallen bei Neudorf in ca. 680 m in lokalen kleinen Stauseen gebildet (Falkner und Ludwig). MehrereKieslager bei Roggwil, Amriswil , ^fuolen, manchmal mit Grundmoräne bedeckt. Um-gebung von Niederbüren bei Bischofszell , mehrere Delta in 525 m, 560 m und 570 m Höhe,ebenso bei Stolzenberg, Zuzwil, Zuckerriet, abgelagert in einem gegen Bischofszell zurückweichendenStausee des Rheirigletschers. Etwas anders liegen die Schotter bei Hauptwil .
Oberutzwil auf der Egg, Delta zur Nagelfluh verkittet. Münchwilen — Sir nach,Delta hinter der Endmoräne der Münchwilerzunge des Bodenseegletschers, 560 m Stauniveau.
Unterhalb Mosnang im Toggenburg, Delta im vom Säntisgletscher gestauten Gonzen-bachtal (Gutzwiller).
„Frauenfeldersee“ im Thurtal, gestaut durch die Endmoränen von Ossingen —Andel-fingen hinauf bis Märstetten , Größe ungefähr wie der Zugersee, Zeit nach Rückzug vom innerenMoränenkranz zum Bühlstadium und länger, entsprach Bodensee, Zürichsee, Greifensee ; Seeniveau404 m. Darin ausgezeichnetes Delta der Murg N Frauenfeld mit schön schief geschichteten Kiesen (Früh, Mitteil. Thurg. naturf. Ges., Heft 17, 1906).
Auf der Enge W Schaff hausen Deltaschotter auf jüngerem Deckenschotter. Delta anBahnlinie Dachsen — Marthalen, Stauung durch äußere Moränen (j. IIug).
Rhein-Linth-Erratikum.
Linthtal: Deltaschotter Matt bei Niedfurn und Bühl bei Schwanden in einen Stau-see hinter dem interglazialen Bergsturz vom Glärnisch—Guppen, überstreut mit erratischen Blöcken.und Moränen (Alb. Heim, Oberholzer).
Hürden — Pfäffikon , ausgezeichnete Deltaschichtung in ausgedehnten Kiesgruben ent-blößt. Abschwemmdelta der Moränen-Landzunge von Hürden, Seeniveau damals 415 und 420 m(Niveau der Übergußschichten über den schiefen). Zur gleichen Fluvioglazialbildung gehören dieDelta bei Freienbach, Mühlbach, Jona 425 m, alle mit Kiesschichtung gegen den Zürichsee fallend,und E Rapperswil 415 m mit 30 0 südlich fallenden Schichten. Diese Deltas rückten während desBühlstadiums vom Gletscherausfluß in den damals zuerst 425 m hohen, dann allmählich auf 415 msinkenden Zürichsee vor (Herbordt). Die jetzige Hohe des Zürichsees von 409 m über Meerhat sich seit der Pfahlbauzeit nicht mehr geändert.
Etwas weiter oben im Gasterland liegt Reichenbach auf einem diluvialen Delta, dessenOberfläche 426 m sich um etwa 7 m über die jüngere Talalluvion erhebt. Schöne Deltastruktur ander Bahn in Kiesgruben aufgeschlossen.
Rüti — Tann bei Rapperswil . Ausgedehntes, sehr schönes Kiesdelta der Jona in einemStausee des im Rückzug begriffenen Linthgletschers abgelagert; Alter zwischen innerem Moränen-