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des Göttlichen weiter zu entwickeln und mit Geist und Ver-ehrung zu erfassen gesucht, sondern in leerem Hochmuthe sichin dem von Andern Gewonnenen gewiegt, und lieber »egirendsich gegen den, wie sie wähnten, albernen Volksglauben ge-kehrt. Diese hohe Weisheit hatten sie leichtsinnig und selbst-gefällig, ohne zuzusehen, was ihren Zöglingen gemäß wäre,den Römern eingeimpft, und diese meinten wunderklug gewor-den zu sein, wenn sie ihren altgläubigen Landsleuten offen-baren konnten: nicht Jupiter sei es, der da donnere,sondern die Wolken, u. a. m. — ES war eine trostloseNüchternheit der Seele, die sie gewonnen hatten; aber siedünkten sich bei alle dem weise und glücklich dadurch. Dennimmer noch haben die Menschen auf den gerne gehorcht, dersie von einer Furcht zu erlösen versprach, und — kommendie meisten Menschen weiter in der Anbetung GotteS , als biszur Furcht? Daher verfielen denn die dünkelhaft-weisen Römermitten im Unglauben in den absurdesten Aberglauben, sobaldausländische Gaukler ihnen nur den Weg dazu wiesen.
Nachdem nun diese beiden Grundpfeiler deS Lebens, einewürdige Aufgabe für die Thatkraft und ehrfurchtvolles Hinauf-schauen zur Gottheit, dem armen, von äußerlichem Glückeemporgetragenen Volke weggekrochen waren, darf wohl nichterst ausgemalt werden, wie es um die Sitten gestanden habe.Eines nur müssen wir hier berühren: das Verhältniß derbeiden Geschlechter zu einander.
Bei den Griechen, die, wie eS scheint, viel minder aufdas Geseh von ihrer Natur angewiesen waren, als die Rö-mer, wo auch die Frauen noch weiter hinter dem geistigenFortschritte der Männer zurückblicken °), hatte das Bedürfnißdes Umganges mit gebildeten Frauen schon frühe daS Hetären-verhältniß herbeigeführt, und es mag eben in diesen, wie vonselbst erwachsenen und als natürlich angesehenen, Zuständen
b) Sogar körperlich, könnte man glauben; wenigstens sagtCicero, er habe bei seiner Anwesenheit zu Athen zwar sehr viele schöneMänner, nicht aber in gleichem Verhältnisse auch Frauen gesehen.