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S. Aurel. Propertius Elegien / im Versmasse der Urschrift übersetzt von Friedrich Jacob ; nach des Verfassers Tode vollendet und herausgegeben von Dr. Wilhelm Binder
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144
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verlangte. Unter dem Borwande, cS dem delphischen Apollo zu weihen, for-derte er es der Alphesibva ab; der Betrug wurde aber entdeckt und Alkmäonauf Phegeus' Befehl von dessen Söhnen erschlagen Alphcsiböa rächte späteran ihren Brudern den Tod des Gatten. Vgl. Apollod. I>>. 7, 5. Ovid .Verwandt. IX, S, 4lll.

l8. Hypfipyle, Königin von LemnoS , verliebte ssch in Jasvn, denSohn des Aeson, als dieser mit den übrigen Argonauten auf ihrer Insel lan-dete. Bei seiner Abreise war sie trostlos, Ovid. Heroid. v, IIL ffg. Der manische Gast heißt Jafon von seiner Heimath Jolkoö in Thessalien,dessen früherer Name Hämonia war.

ri. Evadne war die Gemahlin des CapaneuS, eines der lieben Heer-führer vor Theben. Als dieser durch Jupiters Blitz getödtet wurde, stürzte siesich aus Schmerz über des Garten Verlust in dessen brennenden Scheiterhaufen.Sie wurde daher im Alterthum öfter als Muster ehelicher Zärtlichkeit darge-stellt. Ovid. ^rt. am. III, 2l.

16. Elegie.

Klagen einer Thüre. Das nächtliche Harren und Liegen vor derThüre der Geliebten bildet fast einen stehenden Artikel in den Gedichten deralten Lyriker und Elegiker. Außer vielen Stellen bei Thevkrit, Tibull, Ovid u. A. führen wir hier nur an: Horaz , Od. III. IN, 1 4:

Lyce - - - du schenktest dochMitleid mir vor der Thür Liegendem, ausgesetztDem dort hausenden Aquilo.

und Od.

I, 25, 3-8.

-- DaS Pförtchen

Liebet die Schwelle,

Das zuvor nur allzu geneigt die Angelniiwgedrebt hat. Minder und minder hörst du:..Während mich, den Deinen, die Nacht dahinrafft,Lydia, schläfst du?"

2. Der Tarpeja Thür. Diese T. war wahrscheinlich eine ihrer hohen

Tugend wegen berühmte römische Dame vornehmen Standes, die unter ihren

Verwandten auch Triumphatoren zählte, und vielleicht kurz vor der Zeit, inwelcher dieses Gedicht geschrieben wurde, das Hau« Derjenigen bewohnte, auftue es PropertinS hier abgesehen hatte. Mit Burmann u. a. Erklärer» andie lSl. IV, « erwähnte» Bestalln Tarpeja zu denken, welche zur Zeit desRomulu« dem sabinischen Könige TatiuS , in den sie sich verliebt hatte, da«

Capital preisgab und zur Strafe für ihren VaterlandSverrath vvl, dessen eige.

nen Leuten niedergemacht wurde, erscheint deßhalb als unpassend, weil bei demgroßen Zwischenraume zwischen jener Zeit und derjenigen, wo unsere Elegie ge,dichtet wurde, sich kaum der Name, oder auch nur das Andenken an das Hau«jener Bestalln Tarpeja erhalten haben mochte; dann aber hauptsächlich darum,