Buch 
S. Aurel. Propertius Elegien / im Versmasse der Urschrift übersetzt von Friedrich Jacob ; nach des Verfassers Tode vollendet und herausgegeben von Dr. Wilhelm Binder
Entstehung
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Viertes Buch.

Wie schon in der Einleitung cS. VIII Anm. 4) angedeutet worden, istda« vierte Buch, seinem Hauptwcsen nach, mehr epischen, als elegischen Cha-rakters, indem eS großentheikö, namentlich in den Elegien l, r, 4. 6. s.>0. Nachahmungen der «srs«t des Alexandriners CallimachuS , mit An-wendung auf römische Zustände, enthält. Neben mehren Jugendarbeiten unsersDichters (El. 2, 4. s, I» ), haben wir zugleich in der mit Recht so hoch ge-priesenen eilften Elegie seinen Schwanengesang (vgl. Einl, S, IX Anm, 4), wo-rauf sich die Behauptung gründet, dieses vierte Buch sei erst »ach seinem Todevon seinen Freunden gesammelt worden, von ihm selbst jedoch, als mit demCharakter und Inhalt der übrigen drei Bücher nicht harmonirend, nie für dieOeffentlichkeit bestimmt gewesen.

1 Elegie.

Diese Elegie, in welcher Proper- an die Beschreibung der Stadt Rom seine eigene Geschichte, die er einem Astrologen in den Mund legt, anknüpft,kann als Einleitung zu dem vierten Buche, inS Besondere zu dessen epischemTheile, betrachtet werden. Die Annahme einiger Erklärer, Ovid habe au«dieser Elegie die Idee zu seinem Festkalender entlehnt, ist nicht zu verwerfen.

3. Wo das Palatium raget. Zum Gedächtniß an den Seestegbei Actium hatte AugustuS dem Flotte,Ibeschüher Apollo säpollo n»v»Ii») aufdem palatinischcn Hügel einen Tempel geweiht, der im I. R. 72k vollendetwurde. Vgl. II, 3, I. IV, 6, II.

4. Ruheten Rinder EvanderS. Der noch vordem trojanischenKriege aus seinem Vaterlands vertriebene arkadische Fürst Evander gründeteauf dem nachmaligen palatinischen Hügel eine Hirtencvlonie und nannte denOrt, nach seinem Ahnherrn Pallas, Pallanteum. Birgil. Aen. VIII, Ll54.

7. Von des TarpejuS nacktem Gestein re. D. h. noch standder Tempel des capitolinischen Jupiters nicht, der erst später auf dem tarpcjischcnFelsen erbaut wurde.

13. Quiriten. Dieser Name, von zweifelhafter Ableitung, den dieRömer erst seit ihrer Verschmelzung mit den angrenzenden sabinischen Völker-schaften fübrten, wird gemeiniglich gebraucht, wenn das Volk als ein zur Aus-übung seiner souveränen Rechte versammelter Körper auftritt.

lk. Krokus duftet« zur Bühne hinauf. Die römische»Theater wurden mittelst geheim angebrachter Röhren mit erfrischenden Wohl-