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gerüchcn besprengt; besonders bediente man sich hiezu des mit Wein vermisch-ten Krokus. Vgl. III, 10, 22.
IS. Jährliche Feste der Poles. Alljährlich wurde nm 2l. April,dem GründungStnge der Stndt, der ländlichen Götrin Poles (Birgil. Landb.III, l u. 29«) zu Ehren ein Fest, die sogenonnten Polilicn, gefeiert. Haufenvon Heu wurden angezündet und eine symbolische Reinigung an Menschen undThieren vorgenommen. Ovid . Festkal. IV, 721 —80k.
2l). Wie man ein Roß jetzt stutzt. Im Oktober jedes Jahreswurde dem KriegSgott auf dem Marsfelde ein Pferd geopfert, demselben derSchweif zuvor gestutzt und derselbe so schnell als möglich in die Stadt getra-gen, um da« Blut auf den Herd der alten KönigSburg Numa'S (dem nach-maligen Tempel der Vesta, Ovid . Festkal. Vl, 2S3. 254) träufeln zu lassen.Bon hier wurde sodann baö geronnene Blut bei der Feier der Palilien zumNauchopfer geholt. Ovid . Festkal. IV, 73 l.
21 . lieber das Bekränzen der Esel am heiligen Tage der Besta s.Ovid . Festkal. VI, Zll ffg. — Die Kühe, welche hier das Opfergeräthe derBesta ziehen, kommen sonst hauptsächlich im Dienste der Juno vor. Birgil.Landb. III, 531 ffg.
2S Als LupercuS am Fest tobet der Fabier Stamm. Pan oder FaunllS, der Waldgvtt und Beschützer der Heerde» <Hvraz Od. I, 17,I—«. III, >8, 2—«), hieß al« Bertilger der Wölfe auch I.upercu»; seinePriester, deren Amt ursprünglich in den Geschlechtern der Fabier und Quinctiererblich war, führten den Namen I-Upercl, die Feste des Gottes aber nannteman Lupercalien. An diesen Luperealien tobten die Priester des Pan , nacktund in Ziegenfelle gehüllt (wie auch der Gott selbst abgebildet wurde), durchdie Straßen und schlugen mit Geißeln aus bockledernen Riemen die ihnen Be-gegnenden, namentlich in gesegneten Umständen befindliche Frauen, ais Symboleiner glücklichen Entbindung.
29—32. Lucmo oder Lucumv, ein fabelhafter König der Etrusker,dessen Name später AmtStitel der tuScischen Fürsten wurde, und der sabinischeKönig Titus TatillS (vgl. El. IV) gaben den Stämmen der Lucerer und Tatier(Titier) den Namen, welche, nach ihrer Bereinigung mit dem altrömischcnStamme der Ramner, die drei ältesten TribuS der Stadt Rom bildeten, ausdenen auch die drei Neitcrcenturien, die Leibwache des NoniuluS, gezogen waren-
35. Alba, benamt nach der Weiße des Zuchtschweins. Birgil.Aen. VIII, 42 —«8-
— — — — — — — — — Wo dir sich
Unter den Eichen des Ufers ein riesig gestaltetes Schwein zeigt,
Das sammt dreißig so eben geworfenen Frischlingen daliegt,
Weiß, am Boden gestreckt, um die Zizen die Ferkelei», auch weiß;Das ist der Ort für die Stadt, dort sichere Ruh' nach der Mühsal.Hier wird einstens die Stadt, nach dreißig der rollenden Jahre,Sich ASkanluS baun, mit dem glänzenden Namen der Alba.
39. S. zu II, 34, K3.
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