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BOHRWERKE.
oder die Drehspindel besteht, wie in der Zeichnung, aus zwei Theilen,von denen der hintere vierkantig ist und an seinem Ende die Solle rträgt, über welche die Schnur d des Gewichtes Q läuft. In beidenFällen ist die Schnur an der hintern Säule in c befestigt, und das Ge-wicht bewirkt den erforderlichen Druck und das Fortschreiten der Spindelund Kapsel. Im zweiten Falle endigt sich der vordere Theil in einemlangen Zapfen, der sich in der Höhlung des hintern Theiles bewegt; beideStücke der Spindel müssen sehr genau gearbeitet sein und gut schliessen,Die Drehspindel geht nach vorn in eine Schraube aus, welche in dieMutter der Kapsel P passt; ein Vorstand verhindert das Ueberschrauben,Der hintere Theil der Kapsel P ist vierkantig, um das Handspeichenradi)anstecken zu können, durch welches die Spindel ihre Bewegung erhält,Der vordere Theil ist nach der Form der Schildzapfen und Stossscheibenausgehöhlt, äusserlich cylindrisch; in den Seitenwänden befinden sich vierhalbkreisförmige Ausschnitte, durch welche die Bohrspäne herausfallen;an der vordem Fläche ist er durch zwei flach geneigte Ebenen ge- jschlossen, an deren höchsten Punkten senkrechte Einschnitte für dieKlingen angebracht sind. Die Klingen selbst sind nach der Form derSchildzapfen und Stossscheiben doppelt gebrochen; sie werden in die |Einschnitte verkeilt und an die senkrechten Flächen der nur erwähnten !Ebenen angeschraubt.
Sehr schwierig ist es, bei dieser Maschine das Geschützrohr in dierichtige Lage zu bringen; dennoch hat man keine Controle, ob dasRohr unverrückt liegen bleibt, die Bewegung der Spindeln ist langsamund ungleich, endlich erfordert auch das Stellen der Klingen grossen Zeit-aufwand. Der abzudrehende Theil der Stossscheiben ist nur sehr unbe-deutend, da der stärkere Theil des Rohres die Arbeit bald unmöglichmacht; es ist .daher bei der folgenden für die zweite Art der horizon- Italen Bohrmaschinen construirten Maschine keine Rücksicht auf die Seiten-flächen der Stossscheiben genommen, sondern die Klingen bearbeiten rardie Schildzapfen und die vordere Fläche der Stossscheiben. Da überhauptnur wenig auf die vollkommene Abrundung der Stossscheiben ankommt,so bleibt diese Arbeit gänzlich dem Ciseleur überlassen. Diese Maschineist Fig. 141 (Taf. 102) in der vordem, 1 Fig. 142 in der obern und Fig. 113in der Seitenansicht und zum Theil im Durchschnitt dargestellt, Fig- IMzeigt die Drehspindel sammt Korb in doppeltem Massstabe; alle Theileder Maschine sind von Gusseisen oder Stahl. Die Lager D und E fürdas Rohr werden durch Schraubenbolzen in Schlitzen der eisernen Tafelnder Bohrbank so festgestellt, dass ihre Mittellinie die langen Schlitzeder Bohrbank senkrecht durchschneidet. Jeder Bock iS (Fig. 143) bestehtaus zwei Theilen, deren Vorstände v und t in einander greifen undderen Bewegung ausserdem durch die Nuthen des untern und die Falzedes obern Theiles regulirt wird. Eine Schraube g dient zur Stellung desobern Theiles auf die erforderliche Höhe, kupferne Lagerscheiben werdenin die Böcke eingesetzt und haben für jedes Caliber natürlich eine andereAusrundung. Die Böcke A, A dagegen, zur Aufnahme der Drebspindelbestimmt, werden wie die Sättel der Bohrbank in den langen Schlitzen p,f(Fig. 4 Taf. 98) durch Schraubenbolzen befestigt, nachdem man siebis auf die entsprechende Nähe an einander geschoben hat. Durch denuntern Theil beider Böcke geht die vierkantige Welle / der Bohrbank,sie ist deshalb mit runden Muffen d, d versehen, welche in der Mittevierkantig gearbeitet sind, da die Räder C an dieselben gesteckt werden.