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Zweiter Band.
(Bew. - Can.)
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BRÜCKEN.

tung festbeweglicher Brücken verwiesen. Ausser diesen beiden Haupt-beweggründen können noch folgende Verhältnisse die Anlage festbeweg-licher Brücken herbeiführen. Erstens, wenn zwei einander kreuzende,in verschiedenem Niveau liegende Wege oder Transportbahnen weder eineAusgleichung des Niveaus, noch eine feste Ueberbrückung zulassen. Zwei-tens, wenn die Verladung der Schiffe durch unmittelbare Verbindung desSchiffsbords mit dem Ufer wesentlich befördert wird, besonders in denFällen, wo Transportbahnen in ziemlich gleichem Niveau mit dem Schiffs-bord angelegt sind und die zu verladenden Gegenstände die Anwendungdes Krahns unzulässig machen. Drittens als Landungsbrücken oder alsSturmbrücken, in fester Verbindung mit den Schiffen selbst. Endlich viertensals bewegliche Landbrücken zur Verbindung einer schwimmenden Brückemit dem Ufer, wenn sehr veränderliche Wasserstände oder Ebbe undFluth einen fortwährenden Umbau gewöhnlicher Landbrücken erforderten,Hinsichtlich der Construction unterscheidet man folgende Systemeder festbeweglichen Brücken:

1) Klappenbrücken (fr. ponts de clapets), wenn der über dem Fahr-wasser liegende Bogen einer feststehenden Brücke genügenden Raumfür die Passage des Schiffskörpers gibt und nur für die Mastenoder zugleich für den obern Theil des Takelwerkes ein Durchlassvon entsprechender Weite geöffnet werden muss.

2) Zug- und Fallbrücken (fr. ponts-levis; engl, draw-bridges), beidenen der bewegbare Theil der Brückenbahn, die Brückenklappe(fr. le tablief) , sich um eine am Ende befindliche horizontaleAxe dreht.

3) Wippbrücken (fr. ponts ä bascule; engl . brink-bridges), sobald sichdie horizontale Drehungsaxe in der Mitte der Brückenklappe befindet.

4) D rehbriicken (fr. ponts tournants ; engl, turn-bridges ), wenn sichdie Brückenbahn in horizontaler Lage um eine vertikale Axe bewegt.

5) Rollbrücken (fr. ponts roalants; engl, roll-bridges), sobald sichdie Brückenbahn in der Richtung der Brückenlinie und in horizon-taler Lage vor und zurück bewegen lässt.

6) Brücken mit vertikaler Bewegung der Brückenbahn auf-wärts oder abwärts (fr. ponts ä mouvement vertical ascensionnd mdescensionnel)', die Brückenbahn wird in horizontaler Lage entwederbis auf den Grund der Vertiefung versenkt, oder vertikal bis zurerforderlichen Höhe über den Wasserspiegel erhoben.

7) Bewegliche Landbrücken (fr. travees tournantes), bei denensich die Brückenbahn, wie bei den Wippbrücken, um eine horizon-tale Axe dreht, welche überdies mit einer Vorrichtung zum Höher'und Tieferstellen versehen ist.

8) Schwimmende Canalbrücken (fr. ponts amovibles), wo die'Ver-bindung der Ufer durch eine auf Schiffen oder Prahmen etablirteBrückenbahn hergestellt wird und bei der Eröffnung der Passagefür die Schifffahrt die ganze unzerlegte Brücke in einen seitwärtsgelegenen Hafen gebracht werden kann.

Die Wahl unter diesen Systemen, sowie die Construction jeder ein-zelnen Brücke, hängt von dem Zusammenwirken einer Menge Umständeab, die theils in subjectiver, theils in localer Beziehung zum Baue stehen.Ihr Einfluss möge in seinen Grundzügen hier kurz geschildert werden;eine speciellere Würdigung wird bei der Beschreibung der einzelnen Sys taueihren angemessenen Platz finden. Zuerst entscheidet die Grösse des zu