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Zweiter Band.
(Bew. - Can.)
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BUCHDRUCKERPRESSE.

Die beiden folgenden Pressen endlich könnten am richtigsten mitdem Namen Strebepressen bezeichnet werden; bei ihnen wird dieBewegkraft direct auf die Form ausgeübt und letztere zwischen ein-gespannte Streben geschoben.

Hawkins Strebepresse beruht näm-lich darauf, dass Fundament, Form undTiegel zwischen ein System von Stre-ben a, a, a eingeschoben werden, welchstarke Federkräfte überwinden müssen,wenn sie sich aus der geneigten Lagein die vertikale aufrichten wollen. DasEinschieben erfolgt übrigens durch denKniehebel bcd. S. Prechtl’s techno-logische Encyclopädie, Bd. III. S. 4(Jt,

Bei der Presse von Benjamin Rotch aus London , welche 1821 inFrankreich patentirt wurde (Brevets T. XXX. p. 226), sind nur ober-halb Streben a, b- vorhanden, welche mit dem Tiegel c durch ein Gewinde

verbunden sind, und denselben beim Ein-fahren zuschlagen und aufpressen, beimAusfahren öffnen. Es erscheinen nämlichdie oberen Streben als zwei um eineoberhalb der Mitteldrucklinie angebrachteWelle a drehbare Krummzapfenarme; wird

nun die Form d eingefahren, so legt sich durch Drehung dieserder Tiegel auf und wird durch den sich mehr und mehr vertikal stellen-den Krummzapfen angepresst; wird sie dagegen ausgefahren, sosich der Tiegel auf, indem sich der Krummzapfen schief undziemlich horizontal stellt.

4. Einfache Hebelpressen.

Die tragbare Handpresse von Rijggt.e in Philadelphia , welchezum Druck von Karten und Formaten bis zu klein Quart angewendetwerden kann, ist auf Taf. 133 (Fig. 118—120) in den drei Hauptan-sichten dargestellt.

A, A sind die Füsse, welche an das Fundament B angegossen sind,auf dem letztem wird der Rahmen durch Schrauben eingestellt. Anderneinen Ende sind unterhalb am Fundamente zwei Lappen angebracht,welche den Zapfen aufnehmen, der den Drehpunkt des Hebels C bildet;dieser Hebel trägt auf der einen Seite einen Griff und ist auf der andernSeite gegabelt, um die Klammer D zwischen sich zu fassen. Gegen eineunterhalb von D vorstehende Nase legt sich die an C angeschraubteFeder JE und drückt dabei den obern Haken der Klammer D nach demHebel F zu; dieser hat seine Drehaxe in einem Bolzen, welcher durcdie beiden oberhalb des Fundamentes angebrachten Lappen H, B hin-durchgeschoben ist, und legt sich in der durch Fig. 119 ausgezogen ärgestellten Lage auf den Mittelpunkt des Tiegels K auf, um, wenn er vonD erfasst wird, den durch zwei Hebelverhältnisse verstärkten Druck geg®C auf den Tiegel über zu tragen. Unterhalb befinden sich an dem Tiegezugleich Rahmen und Deckel. Der Hebel F steht durch das Band