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Dritter Band.
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Nephelinbasalt.

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welche entweder blos Nephelin oder blos Leucit führen, sind andere verbreitet, indenen das vorwaltende eine Mineral von dem anderen zurücktretend begleitet wird,aber auch solche sind bekannt, in denen beide Silicate sich fast das Gleichgewichthalten. Überdies scheint selbst innerhalb eines und desselben Stroms der relativeGehalt an beiden Mineralien zu wechseln. Bisher haben sich, abgesehen von denvorläufigen Feststellungen von F. Z., namentlich Hussak, Busz und Seiwert mit dermikroskopischen Untersuchung beschäftigt, wobei es sich aber zuträgt, dass dasVorkommniss, welches der Eine eine nephelinführende Leucitbasaltlava nennt, vondem Anderen als eine leucitführende Nephelinbasaltlava bezeichnet wird und um-gekehrt. Theilweise kommen diese abweichenden Angaben davon her, dass wirklichan einem Punkte zweierlei verschiedene Laven (vielleicht in Form zweier Ströme)Vorkommen, wie denn Jos. Seiwert nachwies, dass am Kyllerkopf bei BockeskyllNephelinlava ohne Leucit mit Haüyn und Melilith, andererseits Leucitlava mit wenigNephelin ohne Haüyn und Melilith erscheint. — Als reine Nephelinbasaltlavenscheinen folgende gelten zu können: Bertrich im Uessthal und Käsegrotte; Falkenleybei Bertrich; Strohn (vereinzelte blassblaue Haüyne, häufiger Plagioklasleistchen,mit brauner Glasmasse); Lavastrom am ö. Bande des Schalkenmehrener Maares;Wehrbusch bei Daun ; Biemerich bei Neuenkirchen (Nephelin in deutlichen Quer-schnitten, Olivin nur spärlich, Glimmer reichlich, ebenso Melilith und Perowskit).—Gossbergbei Steinborn (Nosean recht reichlich, Olivin spärlich, Melilith und Perowskitin geringerer Menge); Scharteberg bei Kirchweiler (im unteren Strom nach HussakHaüyn und Perowskit, welche zufolge Busz im oberen fehlen); Dungerheck (Dauner-heck) mit guten Querschnitten von Nephelin, Olivin spärlich, Perowskit; Hohenfels,mit Zwillingen und Drillingen von Olivin, auch mit Melilith und Perowskit; Feuer-berg bei Berlingen; Sonnenberg bei Pelm; Kyller Höhe bei Hillesheim , sehr reichan dunkelviolettem Nosean, auch mit Melilith; Hiemerich, Busbiisch bei Both, w.von Niederbettingen, mit soviel Melilith, dass dadurch die sehr poröse Lava mehrgelblichgrau als schwärzlich aussieht, auch Perowskit (sehr selten blauer Cor-dierit »in z. Th. sechsseitigen Blättchen«, nach Busz); -Löhwald bei Oberbettingen ;Winkel und Kalemberg bei Birresborn; Strotzbüsch bei Strohn mit Cordierit . —Als leucitführende Nephelinbasaltlaven haben sich ergeben: Üdersdorf an derStrasse von Daun nach Manderscheid , führt auch reichlich Melilith, nicht seltenBiotit; Warth bei Daun mit Biotit und Perowskit; Dockweiler mit ebensovielNephelin als Leucit, sehr augitreich, nach Hussak frei von Olivin, nach Busz lassensich Pseudomorphosen dieses Minerals nachweisen; Kahlenberg bei Dreis , mitspärlichem Leucit; Döhmberg bei Dreis , reich an Leucit, mit gelbem Augit; AltervossbeiBerlingen; Kuppe zwischen Pelm und Gerolstein am linken Ufer^der Kyll ; Buchbei Hillesheim; Lohschütt bei Both mit wenig Leucit; Bodderskopf bei Oberbettingen mit reichlichem Perowskit; Mosenberg bei Manderscheid , glasreich mit grossenOlivinen, während grössere Augite fehlen.

Aus dem Gebiet des Laacher Sees gehört hierher die graue Lava vom Herchen-berg im Brohlthal; sie zeigt, ähnlich wie die Lava vom Capo di Bove bei Bom,auf Drusen und Spalten makroskopisch Leucit und Nephelin (gewöhnlich ersterenreichlicher), Augit und Melilith; u. d. M. erscheint viel klarer Nephelin, dunkelcitron-gelber Melilith, Leucit (aber selbst in Stücken, die ihn auf Poren auskrystallisirtenthalten, nicht sonderlich reichlich), Augit, Olivin, oft viel Biotit, Magnetit, Apatit,Perowskit ; auf den Hohlräumen der Schlackenmassen sitzen oft reichliche blutrotheGranatkryställchen (Wolf, Sitzgsber. niederrhein. Ges. zu Bonn 1867. 31). Dannen-berg rechnet hierher die Schlacken und Bomben des Leilenkopfs bei Niederlützingenmit relativ reichlichem Haüyn und Melilith. — Nach Angelbis gehören im Wester-wald die Gesteine von der Fuchskaute s.w. von Willingen , dem höchsten Berge des