Band 
Zweiter Band: 1850 - 1861.
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Berlin .

Häupten, sie selbst und noch mancher andere seien auch wahn-sinnig, nicht nur der Lenau . und es sei dieses das tragischeGeschick der heutigen Poeten. Es will nun jeder ein Stücktragischen Wahnsinn oder Heinesche Lähmung in sich tragen!Ich meine hier Dingelstedts „Litteraturbriefe" in der „Allg.Augsburger Zeitung ", wo er solches Zeug vorbringt, anstattetwas Instruktives und wirklich Litterarisches zu sagen.

Anch Alfred Meißner ist ein solcher affektierter Nichts-säger geworden, wenigstens in seinem eitlen und einfältigenBericht über Heines Krankenlager. Was soll denn dasheißen, wenn er sagt, Heine sei religiös auf seine Weisegegenüber einer offenkundigen Atheistenklike und dann einigekonfuse Seitenhiebe austeilt? Das will nichts anderes sagen,als daß man auf der einen Seite einen pikanten ByronschenAtheismus, ganz belletristischer Natur, für sich allein alsImat-Aout in Pacht nehmen und doch auf der anderen Seiteeinen ebenso pikanten Anstrich von sonderbarer Pietät undSentimentalität, wohinter nichts steckt, bewahren will. Manwill eben ä taut Prix interessant sein. Ich meine hier natür-lich nicht den Heine selbst, welcher diese Widersprüche mitwahrem Wesen darstellt, sondern den Meißner, welcher nichtzu wissen scheint, was er anfangen soll, um von sich reden zumachen. So lese ich von einem neuen Buche von ihm: „Ausder halben Heimat". Was ist denn das für ein verrückterTitel! Er will nun nicht nur ein interessanter Böhme undHussit, sondern anch ein merkwürdiger Walter ScottscherSchotte sein; und ich rate ihm, auch seine Tracht demgemäßzu mischen und oben eine böhmische Bergmannsjacke nebstHinterleder, unten aber nackte Beine zu tragen. Ich mußgestehen, froh zu sein, daß ich mich durch meine Langsamkeit