wenigstens erinnere ich mich nicht eines eingreifenden undfruchtbaren litterarischen Gespräches, das auf mich einen Ein-druck gemacht hätte. Freilich absorbierte die verfluchte Kanne-gießerei dazumal alles, vocem Politik muß ich dochbemerken, daß die Berner Geschichten recht lausig und lang-weilig aussehen. Ich muß hierin das Verhalten der „Eid-genössischen" und „Zürcher Zeitung " beloben, in der Hoffnung,beide Blätter werden den „Neuen Schweizerspiegel" aus^t. Gallen, dessen Resümö ich in der „Zürcher Zeitung " bisanhin las, gehörig abweisen. Wenigstens der Militärpunktfft mir verdächtig, wie ihn Baumgartner') bespricht. — Wenndie Schweizer wüßten, was das alles für schreckliche Eseliwd, die in Berlin und Wien ic. immer die Jnterventions-^erüchte machen, so würden sie gar keine Notiz davonnehmen. Überhaupt darf man nach meiner Überzeugung ver-fichert sein, daß, wenn die reaktionären Mächte etwas mitder Schweiz anfangen wollen, sie dies ganz plötzlich undohne vorheriges Geräusch thun würden, und am wenigsten>ene alten Waschweiber davon unterrichtet sind. Auf dieLeitartikel der ministeriellen Organe kommt es auch nicht an;denn die Harmonie zwischen Wort und That, zwischen heute"nd morgen, zwischen dem angestellten Redakteur, dem-Minister und dem Regenten u. s. f. ist in jenen Verhält-Mfen hinlänglich bekannt.
Noch habe ich eine Bitte an Dich, insofern es angeht,was ich Deinem Urteile anheimstelle. Man hat mir von^"a aus geschrieben, daß Heinrich Simon , der Er-Neichs-lkgent, das Bürgerrecht in unserm Kanton erwerben möchte
') Der St. Galler Staatsmann, der Verfasser des „Schweizer-
Ip'egels».
G°Nsr>-d «cllcr. II.
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