Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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Geselligkeit. Fr. Th. Bischer.

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eine Beziehung zu Gottfried Keller getreten zu sein. Beson-ders die vom Auslande Hergekommenen. Noch bildete dasgastliche Wesendoncksche Haus den Vereinigungspunkt füralle schönen und edlen Bestrebungen. Dort traf Kellerhäufig die Musiker Th. Kirchner und Friedrich Hegar ; dortsah und hörte er Klara Schumann, Julius Stockhausen u. s. w. Den im Frühjahr 1864 von Zürich wegziehendenPhilologen Hermann Köchly verabschiedete er in der anti-quarischen Gesellschaft mit einem lustigen Liede (s. Anhang).Als einen großen Verlust empfand er den Weggang Fr.Th. Vischers am Schluße des Sommersemesters 1866.Die beiden knorrigen Männer hatten sich überraschend gutvertragen und blieben sich wie der Briefwechsel zeigt bis an ihr Lebensende treulich zugethan. Durch seineschöne Studie über Gottfried Keller ') hat Bischer demSchweizerdichter ein weithin ragendes bleibendes Denkmalgesetzt. Bezeichnend ist es, daß der eine den andern da, woer sich öffentlich über ihn äußert, in tapferer streitbarerStellung schildert. In VischersPfahldorfgeschichte" prügeltder Barde Guffrud Kultur von Tunk den Druiden,weiler ihn und seinesgleichen überhaupt nicht leiden konnte";Keller in seinem Aufsätze zu Vischers achtzigstem Geburtstags)

') Zuerst in der Beilage zurAllg. Ztg," 1874, Nr. 208 ff. er-schienen; emas verändert abgedruckt inAltes und Neues", Heft 2.Keller schrieb aus Brixlegg (Tirol) am 30. Juli an Weibert:Einso ausführliches Eingehen ist mir noch nie widerfahren oder, richtigergesagt, begegnet, und es freut mich sowohl die Kritik als das Lobbeides gleich; auch kann ich sagen, daß ich zum ersten Mal das her-vorheben und citieren höre, was man in der Stille, wk das so zugeschehen Pflegt, hervorgehoben zu sehen wünscht."

2) Nachgelassene Schriften S. 194 ff.