Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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190. An Adolf Exner , 30. November 1874.

gräbt das Christentum mit einer ganz lustigen Kritik desliberalen Protestantismus und predigt dann eine Religion derZukunft, die aus einer Mischung des morgenländischen Pan-theismus und des abendländischen Monotheismus eine Welt-religion als Panmonotheismus sein werde.

Hier erklimmt der pessimistische Faiseur den höchstenGipfel. Wahrscheinlich wird er suchen als Küster der neuenKirche angestellt zu werden.

Empfangen Sie meine besten Grüße und empfehlen Siemich den Ihrigen').

100. An Adolf Ernrr in Mien.

Zürich , 30. November 1874.

Lieber Exner! Ihr peruanisches Briefchen^) ist soebenaus seinem Verstecke aus Licht herumgekrochen und bis aufmeine Schreibunterlage gelangt, und so will ich die Mahnunggleich erledigen.-

Ihre Landschaft ist in guten Händen, Sie bekommen siesicher. Zunächst freilich muß ich für mich selbst was machen,um meine künftige Wohnung etwas tapezieren zu können.

Ich habe nämlich eine solche auf demoberen Bürgli"gemietet, auf dem Hügel über der Bürgliterrasse, wo ichnach allen vier Himmelsgegenden hinsehe und famose Be-wegung haben werde, um aufs Büreau zu kommen. Neu-lich habe ich Ihnen die neuen Seldwyla-Bändchen geschickt.Die letzte Erzählung fängt bei der hiesigen Neformpfasfheit

') Die Unterschrift ist abgeschnitten.

2) Erners Brief aus Perugia vorn 8. Okt. 1874.