Weiterträumen.
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geschaut hatten. Die Erscheinung war ihm offenbar unheim-lich gewesen wegen des Anstarrens und hatte ihn wiederumentzückt durch die prächtigen Rüstungen. Er schilderte um-ständlich und anschaulich, wie die Helme das obere Gesichtin tiefen Schatten gestellt, und wie die Glanzlichter auf deinfeinen Golde geblitzt hatten. Immer wieder kam er aufdiese Erscheinung zurück und konnte sich nicht genug thun inder Schilderung des wunderbaren Glanzes."
Conrad Ferdinand Meyer berichtet in seinen im August1890 verfaßten „Erinnerungen an Gottfried Keller ": „Als indiesem Frühjahr von seiner Gesundheit Schlimmes berichtetwurde, drängte es mich, ihn noch einmal zu sehen. Ichfand ihn auf seinem Lager, völlig hellen Geistes. Er empfingwich sehr freundlich und sprach viel, aber kaum hörbar. Eswar ein Spinnen und Weben der Phantasie, von dem sichnicht leicht ein Begriff geben läßt. Ich weiß nicht, wie eskam, daß ich ihn an den Besuch jenes deutschen Freundeserinnerte') und ihm erzählte, jener hätte mich hernach gefragt,was es eigentlich für eine Bewandtnis habe mit Ananias undSaphjra. Er lächelte. ,So sind viele von uns', sagte er.-Man hat uns in der Jugend die Bibel verleidet, und dochstehen so schöne Sachen darin, gerade in der Apostelgeschichte.Sehen Sie zum Beispiel den jungen Eutychus auf seinemgefährlichen Sitz im Fenster, während der langen nächtlichenPredigt des Paulus: er nickt ein, überwiegt und stürzthinab auf die Gaffe. Paulus aber nimmt ihn in die Arme
') Meyer hatte vor Jahren einen namhaften deutschen Schrift-steller zu Keller geführt. Dabei waren sie lang vor einer großen imZimmer hängenden Photographie der Raffaelschen Tapete: Ananiasund Saphira stehen geblieben.