Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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220. An Zul. Rodenberg, 10. Okt. 1876.

220. An Julius Uodrnberg iu Kerliu.

Zürich -Enge, 10. Oktober 1876.

Verehrter und Geduldiger! Sie haben ein schönes Marter-tum mit mir angetreten; aber mit Not soll das Schiffleindoch ans Land kommen.

Hier schicke ich Ihnen den Schluß desHadloub".Morgen gehe ich erst nach München , bin aber in acht Tagenwieder zurück und werde dann sofort die nächste Novelledruckbar machen und jedenfalls noch im Laufe des Oktobernoch so viel Manuskript senden, als Sie für das Dezember-heft gebrauchen. Eine andere Frage oder Schwierigkeittaucht aber auf wegen der dritten und letzten Novelle. Die-selbe wird jedenfalls etwa drei Bogen Ihrer Zeitschrift er-fordern, und es könnte, wenn man den Schluß der kleinenRahmengeschichte hinzurechnet, der Fall sein, daß ein viertesHeft der Revue angerissen werden müßte, was Ihren Lesernund Ihnen selbst gewiß langweilig wäre.

Es entstände also die Frage, ob man nicht entwederdie Folge unterbrechen und nach Ausfall eines Monatswieder fortsetzen kann, oder ob eine der Geschichten unter-drückt werden soll, was ganz gut einzurichten ist. Die Ent-legenheit meines Genres, oder wie Sie es nennen wollen,laßt doch befürchten, daß dem großen Publikum, das an diemodernen Sozialstoffe gewöhnt ist, die Sache zu weitschichtigwürde.

Seien Sie also so gütig, sich den Handel zu überlegenund zu entscheiden! Das ganze Manuskript mache ich sowie so fertig, da ich im November mit diesem Gegenstand