Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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264. An Friedrich Theodor Bischer, 15 . Nov. 1878. 411

gedrückt ist, nicht etwas lädiert wird durch die Grabauf-wühlung rc. im zweiten Bande, welche mir in VictorHugosches Gebiet hinüberzugreifen scheint, und ob dasästhetische Problem der katarrhalischen Tragikomik in richtigabgewogener Mischung geraten ist, will ich nicht ergründen,da es mir nicht bestallen kann, Ihnen eine Rezension zuliefern, zumal ich über die Sache nicht mit mir einig bin;denn hier kann wieder die Monolognatur antreten undsagen: So ist's einmal mit dem treibenden Concretnm be-^ schaffen, welches sich hier manifestiert.

Ein Hanptkompliment muß ich Ihnen über dieMischen Einlagen machen, das Ihnen wohl nicht neu seinwird. Das Lied oder die Romanze von der Nagelschmiedinkönnte einen der besten Plätze in Mörikes Gedichten bean-spruchen und damit auch in allen andern Büchern besterLyrik. Umso verwunderlicher ist es mir, daß Sie sich damitamüsiert haben, die kleine Anleihe aus meinen windschiefen^dichten zu produzieren; dafür fühlte ich mich um so ge-schmeichelter durch die mir zugeschriebene Abholzung desDruiden oder Pfaffen, wie denn kleine oder bucklige Leute""Wer darauf stolz sind, wenn man ihnen nachsagt, sieyätten Einen durchgehauen. Wie sich mein Bardenkollegerlrrdinand Keller über die ihm angewiesene Rolle gaudiert,^biß ich noch nicht, da ich ihn seit der Lektüre des Buches"ach nicht gesehen habe. Jedenfalls nehmen Sie meinenEigenen Dank entgegen für die poetische Verherrlichung unsererabel- und Pfnüselgegend samt ihren Kutteln und andernDelikatessen, und möge Sie der böse Grippo diesen Winter"^schonen! Selbst die milderen Gnadenwirkungen der SelinurGänschen wir in unseren Jahren immer seltener zu schmecken,