Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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480
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480 300. An Friedr. Theodor Bischer, 28. Juli 1881.

(Es ist mir mit dem Lebenlassen dieses Nichthelden gegangen,wie dem Bauer und seinem Sohne mit dem Esel, den siezuletzt an einer Stange trugen, um es den Leuten recht zumachen. Ein Herr Germanist sagte sogar, er werde sich andas alte Buch halten. Hieraus hab' ich ersehen, daß erauch dieses kaum gelesen hat, da er die Arbeit gar nichtmerkte, die in der Revision liegt; denn es ist gewiß kaumeine Seite, die ohne Striche und Korrekturen geblieben ist,und im ganzen sind über 30 Bogen des alten Textes ver-schwunden. Das Weggeräumte ist aber wirklich Schutt!)Doch genug hievon. Hätt' ich eine Ahnung gehabt, daß derVerleger Ihnen die neue Ausgabe nicht vollständig zustellte,so würde ich es sofort von mir aus gethan haben. Nunhabe ich freilich über meine zwölf Exemplare verfügt. Weiberthatte schon vor Jahr und Tag mich glauben lassen, daß Sieselbstverständlich das Buch direkt von ihm erhalten würden.Die Flegelei wirft ein seltsames Licht auf seine Gepflogen-heiten; ich wäre wirklich neugierig, zu erfahren, welcherNatur Ihr Zerwürfnis mit ihm gewesen ist.

Es thut mir nun leid, daß Sie für den Wiederabdruckund die Abrundung Ihrer wohlwollenden Arbeit das Ma-terial nicht rechtzeitig erhielten; denn immerhin trage auchich einen Teil der Schuld, indem ich den vierten Band erstim vorigen Herbst abgeliefert habe, während ich für dieVerschleppung vor mir selbst doch Entschuldigung finde.

mich gar nicht um, ob der vierte Band erschienen sei. Der Druck warschon bis gegen Schluß vorgeschritten, als ich zufällig erfuhr, daß diesseit geraumer Zeit der Fall sei. Ich verschaffte mir ihn schnell, mußteihn über Nacht überfliegen; das Frühere zu lesen war nicht mehr Zeit,und so kein Ausweg, als mit dem .Zusatz' kümmerlich zu helfen.Pech! Pech!"