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334. An Jda Freiligrath, 13. Oktober 1883.
muß, daß ich nicht am Ende noch in einen kirchlichen Ge-ruch komme. Am Feste kamen die Theologen schon, mir dieHand zu drücken; da ich in der andern aber ein Glas Rhein-wein hielt, so ließ ich es hingehen, um jenen nicht zu ver-schütten.
Von der Ausstellnngskantate habe ich leider keinen Textmehr zur Hand.
Den stillen Gedächtnißtrunk habe ich am 19. Julipünktlich und genügend gethan, und glücklich hat, obgleichich in Gesellschaft war, niemand den Tag gemerkt und denfeierlichen Augenblick.
Nun leben Sie glücklich und froh weiter ins Lebenhinaus, wie in eine schöne Landschaft mit weitem schwim-mendem Horizont! Dabei bleiben Sie immer ein bißchen ge-wogen Ihrem alten Anhänger und Freunde
G. Keller.
334. An Jda Freiligrath in Düsseldorf .
Hochverehrte Frau und Freundin! Ehe das Vierteljahrganz vorüber ist, will ich Ihnen doch noch von Herzen fürIhre gütigen Geburtstagswünsche und für die mutmaß-liche Genzianenblume danken, die seither neben dem Bildedes verewigten Ferdinandus vor mir steht. Nicht minderhat mich gefreut die Beschreibung von Land und Leuten inForest Hill, und möchte es dem genannten Manne so wohlgönnen, wenn er noch ein wenig hätte an diesen Dingenteilnehmen können. Der glor- und Honigreichen FrauTochter Käthe werde ich die gewünschte Photographie ge-