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Bayrische Landes-, Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung in Nürnberg 1882 : Offizieller Katalog / herausgegeben vom Bayrischen Gewerbemuseum in Nürnberg
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199
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Gruppe IX. Nr. 949952.

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949. Geläute mit eisernemGlockenstuhl. Uhren-Sch aalenglocken.

Karl Götzger, (Firma J.Herrmann), Glockengiesserei,Memmingen .

Gegr. im 16. Jahrh. Fabrikationvon Glocken und Feuerlöschmasch.,eisernen Brücken und Brauereipum-pen. 1 Dampfmasch. von 4 Pfd.Maschinenbetr. seit 1860. 15 Arb.

Absatz der Produkt, in Bayern ,Deutschland, Norwegen, Rumänien .Prämiirt: Augsburg 1852, silb. Med.,Ulm 1871, Fortschr. Med., Wien *873, Verd. Med.

950. Geschmiedetes Halb-fabrikat von Kesseln undSchaalen aller Art, Pfan-nen-, Tafel-, Stangen, Kol-ben- Kupfer, Essformen.Gottlieb Lehner, Kupfer-hammerbesitzer, Eckersmühlen ,Nürnberg .

951. Kupfererze, Cement-und metallisches Kupfer.Verwaltung der Grube Wil-helmine , Sommerkahl beiAschaffenburg .

Gegr. 1877. 1 Wassermotor mit

6 Pfd. Zerkleinerimgs- und Aufbe-reitungsmaschinen. Maschinenb etr.seit 1880. 12 Arb. Absatz in

Sachsen .

952. Kupferschaalen,Hahnenrohre, Essformen,Kupferstangen, Löthkol-ben. Xaver Wankmiller,Kupferhammerbesitzer, Kemp-ten .

Das Geschäft wurde gegr. 1850.Wasserrad mit 20 Pfd., sowie 4Wasserhämmer, Scheere und Ge-bläse. 4 Arb. Werth der jährl.Produktion ca. 3640,000 M. Ab-I satz in Deutschland .

Schmelztiegel. Ein wichtiger Industriezweig Bayerns ist die Fabrikation von Schmelztiegeln, welche seit langer Zeitin Obernzell zu Hause ist. Die Akten bewähren das Bestehender Schmelztiegelfabrikation bis ins 14. Jahrhundert zurück.Im 16. und 17. Jahrhundert waren in 24 Werkstätten 60 bis80 Arbeiter beschäftigt. 1807 beschäftigten 3 Meister 69 Ar-beiter. Später sind alle Gerechtsame durch Vertrag in dieHände von 3 Meistern, Kaufmann, Kapeller und Stallmayergekommen. Von 17951804 wurden 16,370 Ztr. Schmelz-tiegel nach dem Ausland abgesetzt und dafür 79,850 fl. ein-genommen. 1836 erzeugte die Firma Kapeller und Sohn6,000 Ztr. Schmelztiegel im Werthe von 1012,000 fl., wo-von der grössere Theil nach Oesterreich, Preussen, Sachsen ,Italien, Frankreich, England, Spanien und Amerika verschicktwurde. Die Fabrik von Kaufmann verarbeitete 6,000 Ztr.Graphit und 1800 Ztr. Thon. Die Fabrik von Stallmayerlieferte Produkte im Werthe von 3648,000 fl.

Das Material hiefür lieferten die Graphitgruben beiPfaffenreuth, Leitzersberg und Germansdörf im Ldg. Wegscheid.Die daselbst befindlichen Gruben lieferten 1807 7^5 Truhen.Von 1809/101818/19 wurden auf 33 Gruben 41,526 Ztr.oder jährlich 4152 Ztr. Graphit im Werthe von 3460 fl. ge-