Gruppe IX. Nr. 976—980.
2 männl., 3 weibl. Arb. Verarb.jährlich für 6—7000 M. Zirm undBlei aus Frankfurt, Mainz u. Fürth .Jährl. Prod. ca. 15,000 M. Absatzin Bayern .
976. Zinnfiguren.A. Besold, (Firma C. L. Be-sold), Zinnfigurenfabr., Nürn-berg .
Das Geschäft wurde gegr. 1830.Fertigt als Spezialität: Schachspiele,Ritterturniere mit beweglich. Armen,Reiter zum Abheben etc. etc. 6 Arb.,5 ausser dem Hause. Prämiirt:München 1854, Ehrenmünze.
977. Künstlerisch ausge-führte Zinnfiguren, ethno-graphische u. historischeGruppen.
Ernst Heinrichsen, Zinn-figurenfabrik, Nürnberg .
Das Geschäft wurde gegr. 1839.10 männl. und 50 weibl. Arb. inund 45 Arb. ausser dem Hause.Werth der jährl. Prod. ca. 60,000 M.Absatz in Deutschland, Russland ,
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Frankreich, England und Italien .Prämiirt: Nürnberg 1840, silb. Med.,München, bronz. Med., Nürnberg 1879,silb. Med. Musterschutz.
978. Zinn- und Compo-sitionsspielwaaren.
J. G. Normann, Metallwaaren-fabrikant, Nürnberg .
979. Zinnfiguren.GeorgSpenkuch, Zinnfiguren-fabrikant, Nürnberg .
980. Bleierze, Blei undSilber, Profil der Erzab-iagerun g.
The Bavarian Lead-MiningCo. Ltd., Freiung i. Oberpf.
Errichtet 1819. Dampfbetr. von225 Pfd., Wasserhaltungs- und För-dermaschinen, Steinbrecher, Walz-werke. 200 Arb. Jährl. werden ca.50,000 t rohe Erzmasse aus den eige-nen Gruben gewonnen. Werth der jährl.Prod. 300,000 M. Absatz in denRheinlanden. Prämiirt: München 1881, Anerk.-Dipl.
Eisenguss. Das Alterthum kannte das Giessendes Eisens nicht; das späte Mittelalter sah es erst in be-schränkte Aufnahme kommen. Die älteste Nachricht, welchedarüber vorhanden ist, besagt, dass 1490 eiserne Oefen inEisass gegossen wurden. Gusseiserne Kanonen sind 1547 * nEngland, 1626 auf dem Harz , 1667 in Preussen verfertigtworden. Die erste eiserne Brücke wurde 1773 in England,in Deutschland 1794 gebaut. Für Hochbauten fand derEisenguss zuerst in dem Londoner Industriepalast 1851 imGrossen Anwendung; in Bayern 1854 in dem Münchener Glaspalaste. Der Statuenguss aus Eisen nahm um 1780 seinEntstehen auf der Eisenhütte Lauchhammer . Der Feingussfür Schmucksachen und andere Galanteriewaaren wurde zu-erst von der seit Anfang dieses Jahrhunderts bestehendenk. Eisengiesserei in Berlin betrieben. In früherer Zeit wendeteman zuni Eisenguss nur Lehmformen an. Der Ursprung derSandformerei ist nicht genau zu bestimmen; auf dem Eisen-werke des Harzes wurde noch 1766 nur *in Lehm geformt.In Frankreich datirt die Sandformerei für Eisenguss aus demEnde des 18. Jahrhunderts. Das Gusswerk früherer Zeit wurdeausnahmslos aus dem Hochofen gegossen; das gegenwärtig die