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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Mechanik.

sich beim Forschen über die Natur der Dinge mit einergewissen Nothwendigkeit dar, und sie haben zu allenZeiten bis auf den heutigen Tag Vertheidiger und An-hänger gefunden. Es würde mich indefs zu weit führen,wollte ich erörtern, in wiefern sie unumgänglich seien undwas durch sie gewonnen werde. Ich will sie daher jetztnur im Vorbeigehen anführen, und mich für’s Erste zurExperimentalphysik wenden.

In der eigentlichen Physik sind es nur die Mechanikund die Optik, welche die Alten mit Erfolg kultivirt haben;über Wärme, Elektricität und Magnetismus, über akustischeGegenstände haben wir nur ein Paar vereinzelte Beob-

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achtungen von ihnen. Ausgebildeter bei ihnen war dieKenntnifs meteorologischer und physikalisch-geographischerErscheinungen, wenngleich sie häufig den Zusammenhangderselben nicht erkannten. Am meisten Verdienst erwarbensie sich aber unstreitig um die Astronomie, die sie durchsorgfältige und vieljährige Beobachtungen wahrhaft be-reicherten.

3Iechanik.

2. Die mechanischen Kenntnisse der Alten sind nurgeringfügig und offenbar von Maschinen entlehnt, die sie,wenn auch nur unvollkommen, sehr frühzeitig besafsen,und zum Theil von den Aegyptern entlehnten.

Von Archytas aus Tarent , einem Pythagoräer undZeitgenossen von Plato , 400 v. Chr., wird angegeben, erhabe die Rolle und die Schraube erfunden l ). Auch sollderselbe den ersten Automaten, eine fliegende Taube, ver-fertigt haben, womit es sich indefs verhalten mag, wiemit dem Adler, der angeblich dem Kaiser Maximilian I. bei seinem Einzug in Nürnberg 1489 entgegenflog undvom Astronomen Regiomontail angefertigt wurde. Es wardies weiter nichts als die Figur eines Adlers, der die aus-gebreiteten Flügel bewegen konnte.

: ) Young, A conrse of lectures on nat. philosophy and the me-chanical arts I, 239.