32
Etekt ricität.
auf Kälteerregung durch Verdunsten, Ausdehnung der Luftund des Dampfes durch Wärme.
Trotz dieser unvollkommenen Kenntnil's des Thatsäch-lichen liefsen sie es nicht an Hypothesen fehlen; wir findensie namentlich bei Aristoteles und Epikur . Ersterer nahmfür Wärme und Feuer ein eigenes Element an, welchesdas unkörperlichste von allen sei, und aus aufserordent-lich kleinen und beweglichen Theilen bestehe. Letztererlehrte, die Wärme bestehe aus feurigen Ausflüssen.
Aus diesen Angaben wird erhellen, dafs von einerwissenschaftlichen Erforschung der Wärmeerscheinungennoch keine Spur anzutreffen ist, wie denn diese auch erstmit Erfindung des Thermometers anhebt und anhebenkonnte.
Elektricitiit.
13. Dasselbe gilt und in noch höherem Mafse vonder Elektricitätslehre, wiewohl die Alten auch hier einigeErscheinungen sehr frühzeitig kennen lernten. Nach allge-meiner Angabe ist Tlifiles, einer der sieben Weisen Grie-chenlands, welcher 640 zu Milet geboren wurde und 548als Zuschauer der olympischen Spiele vor Alterschwächestarb, derjenige, von dem die älteste Beobachtung überElektricität herstammt, indem er die Anziehung, welchegeriebener Bernstein auf leichte Körper ausübt, zuerstwahrnahm. Wenn dies auch nicht weiter verbürgt werdenkönnte, so hat doch die Beobachtung insofern ein Inter-esse, als sie später, weil der Bernstein auf griechisch Elektronheilst, zu dem Namen Elektricität, Bernsteinhaftigkeit, Ver-anlassung gegeben hat.
Nach Kratzenstein kommt der Name von dem arabi-schen elek (adhaeret), nach Buttmann dagegen von IXxsivziehen, daher der Bernstein fXxrpov, Zugstein, worausspäter iXsvetpov. Der Anziehung wegen, die der geriebeneBernstein auf Stroh, Fäden, Blätter und andere leichteKörper ausübt, nannten ihn die Syrer Räuber, die PerserStrohräuber, Karuba, woher das auch noch jetzt den Bern -