Elektricität.
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Schaft nicht jedem Eisen zuschreibt, sondern einem gewis-sen, das sich in Indien am Boden einer Quelle finde, diezugleich flüssiges Gold ausströme 1 ). Ueberdies glaubtendie Alten, dafs das Eisen gar viele Uebel abwende, gegenVergiftungen schütze u. s. w.
In neuerer Zeit hat auch der Franzose Paravay nach-zuweisen gesucht, dal's die Chinesen schon von Alters herzugespitzte Bambusrohre in den Boden gesteckt hättenuni Gewitter abzuwehren, und er setzt diese Angabe in^ erbindung mit den Spitzen, mit welchen das Dach desSalomonischen Tempels besetzt gewesen sein soll, in denener gleichfalls Blitzableiter zu erkennen glaubte. Indeis istdiese Ansicht wohl ebenso schwach begründet als die, dafsdie Ketten, mit denen die Thürme der russischen Kirchengeschmückt sind, ursprünglich mit der Absicht, den Blitzabzuwehren, angebracht seien. Es wären dies wenigstenssehr unzweckmälsige Blitzableiter, da sie nicht bis in denHoden reichen.
Alles zusammengefafst sieht man, dafs die Nachrichtenüber Blitzableiter bei den Alten sehr apokryph sind, undam allerwenigsten eine rationelle Kenntnifs von den Ur-sachen der Wirkungen dieser Instrumente voraussetzenlassen. Nirgend finden wir eine entschiedene Angabe,dafs die Alten das Wesen der Elektricität nur einiger-uiafsen klar eingesehen hätten. Nicht einmal der Zu-sammenhang des Gewitters und des Elmsfeuers mit derAnziehung, welche geriebenes Elektron und Lynkurionauf leichte Körper ausüben, ist irgendwo bei ihnen ausge-sprochen, und ebenso wenig kannten sie die abstofsendeW irkung dieser Minerale. Es ist also sicher ganz unbe-gründet, ihnen jene tiefe Einsicht in das Wesen der elek-trischen Polarität zuzuschreiben, welche einzelne neuereSchriftsteller in mythologischen Andeutungen zu erblickenglaubten.
■) Ukert, Geogr. d. Griechen u. Römer Ha. 140.