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Fünfzehntes Jahrhundert.
Idee zu der gewöhnlichen Art desjenigen Instrumentes, an-gegeben findet, welches man Bathometer oder Tiefen-messer nennt.
Dieses Bathometer bestand aus einer hohlen Kugelbeschwert mit einem Gewicht von solcher Gröfse, dals dasGanze mit einer gewissen Geschwindigkeit untersinkt inWasser. Das Gewicht ist mit der Kugel durch einenMechanismus verbunden, der sich von dieser ablöst, sowie er von unten her einen Stols empfängt. Taucht mannun das Instrument in einen See oder Flufs, so sinkt esmit einiger Geschwindigkeit zu Boden; dort angelangt,löst sich durch den Stofs das Gewicht ab, die Kugel steigtallein wieder in die Höhe, und aus der Zeit zwischenihrem Untersinken und Wiedererscheinen wird die Tiefeberechnet.
Ein ähnliches Instrument hat ein gewisser Pühler inseiner Geometrie, Dülingen 1563 beschrieben. Es wird da-bei gesagt, Kaiser Maximilian habe auf diese Weise dieTiefe des Traun- und des Gmundener Sees messen lassen,und man habe sich dabei einer Wasseruhr bedient. ObFühler diese Idee von Cusa habe, sagt er nicht; später istdiese Idee unzähligemal wieder aufgefrischt worden.
53. Gleichzeitig mit Cusa lebten ein Paar Männer,die nicht sowohl durch ihre eigenen Leistungen, als viel-mehr durch den Geist, welchen ihr Beispiel und ihre Lehreerweckten, mit Recht als die Wieder hersteiler der Astro-nomie in Deutschland und überhaupt in ganz Europa an-gesehen werden. Es sind dies Purbacli und Regiouiontan,beide schon dadurch bemerkenswert in der Geschichteder Wissenschaften, dafs sie die Lehrer des grofsen Ko-pernikns waren.
Georg Purbacli auch Peuerbach , so genannt von seinemGeburtsort Peuerbach, einem Städtchen in Oberösterreich ,war Professor der Astronomie an der 1365 gestifteten Uni-versität Wien . Er wurde geb. 1423 und starb 1461. Seineeigenen Arbeiten, die hauptsächlich in einer Theorie derPlaneten bestehen, haben freilich längst die Zeiten überlebt,