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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Galilei .

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Luft, sondern Wirkung der Resistenza del Vacuo , die durchdas Gewicht einer solchen Wassersäule gemessen werde.

Dieser Irrthum Galilei’s ist um so merkwürdiger, alse s ihm keineswegs unbekannt war, dals die Luft schweru>t. In seinen Discorsi e dimostrationi matemat. intornoa due nuove scienze etc., worin unter der einen neuenWissenschaft eben die Kohäsionslehre gemeint ist, lälst erden Salviati ganz deutlich beschreiben, wie man sich vondem Gewicht der Luft überzeugen könne, und auf welcheWeise es sich bestimmen lasse.

Um blofs darzuthun, dafs die Luft schwer sei, sagtSalviati (worunter immer Galilei selbst zu verstehen ist),koinprimire man Luft in einer Flasche, bringe dann dieLlasche auf einer Wage in Gleichgewicht und lasse durchLeflhen des Ventils der Flasche die Luft heraustreten.Wiegt man nun wieder, so wird man die Flasche leichterHuden, also inuls die Luft Gewicht haben. Darauf be-treibt Salviati die Methode, nach welcher er das Gewichtd e r Luft bestimmt habe. Er sagt, er habe die Flaschegefüllt einmal mit komprimirter Luft und das anderemal®ut Wasser, und sie in beiden Zuständen gewogen, wo-durch er gefunden habe, dals die Luft 400 mal leichter seia L Wasser.

Auf diese Weise wird freilich nur das specifische Ge-weht von verdichteter Luft gefunden, und wenn das Re-sultat einen Werth haben soll, so mufs zugleich der Grad^ er Verdichtung gemessen werden. Das hat nun i'reilich^lilei nicht gethan, und schon aus diesem Grund kannSe iue Angabe gegenwärtig auf keine Beachtung Anspruchteilen. Allein dennoch ist der Versuch bemerkenswerth,til er der erste ist, den man gemacht hat, das specif.twicht der atmosphärischen Luft und überhaupt einera sart zu bestimmen.

Bei dieser Gelegenheit macht Galilei einen Vorschlag

hinein andern Versuch, der gewissermafsen die Umkeh-

!^Ug des eben genannten ist. Man solle, sagt er, die*las

as °he wiegen erst mit Luft und dann, nachdem man sie