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werden, welche von Stevin entdeckt waren, was aber Pascalwahrscheinlich nicht wul’ste, namentlich dais der Druckeiner Wassersäule auf den Boden eines Gefäfses nur vonderen Höhe abhängt.
151. Hätte Pascal die physikalische Richtung längerverfolgt, so würde er ohne Zweifel noch Grofses in derWissenschaft geleistet haben, allein mit dem J. 1650 oderschon etwas früher trat eine gänzliche Veränderung mitihm ein. Durch das Lesen erbaulicher Schriften, undwahrscheinlich auch durch seine unausgesetzten körper-lichen Leiden, bildete sich bei ihm die Ansicht aus, dafsdie Religion allein eine würdige Beschäftigung des mensch-lichen Geistes sei. Er entsagte nun den Wissenschaftenso gut wie gänzlich, und zog sich auch von aller Weltzurück. Ein tragischer Vorfall im Oktober 1654, woauf der Brücke von Neuilly die Pferde mit ihm durch-gingen, und er nur wie durch ein Wunder gerettet wurde,trug viel dazu bei seine Melancholie zu erhöhen.
In dieser Stimmung verfafste er mehrere religiöse undphilosophische Schriften, die aber nur zum Theil auf unsgekommen sind. Blofs einmal zeigte er noch einen Rück-fall zu seiner früheren Lieblingswissenschaft, der Mathe-matik.
Es war die Cykloide, die Kurve, welche ein Punktder Peripherie eines Rades beschreibt, das auf einer gra-den Linie fortrollt, die dazu Veranlassung gab. SchonGalilei hatte sich wegen ihrer gefälligen Gestalt, die sieihm zu Brückenbogen tauglich erscheinen liefs, mit ihrbeschäftigt, und seitdem hatten mehrere Mathematikerihren Scharfsinn an ihr versucht; Roberval, Torricelli «Cavalieri, Descartes, auch Pascal machte sie zum Gegen-stand seines Nachdenkens und fand mehrere Problemedaran, die er 1658 den Geometern unter dem pseudonymenNamen Amos Dettonville x ) vorlegte, und demjenigen einen
') Dieser Name ist die anagramm. Versetzung von Louis de Mon-talte, unter welchem er seine Lettres provinciales gegen die Jesuiten schrieb.