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Wärmekapacität.
Wärmekapacität.
179. Mit dieser Digression in die frühere Geschichteder Phosphorescenz würde ich füglich den Abrifs derLeistungen unserer Akademie schliefsen können, da ichden Hauptinhalt ihrer Saggi ziemlich vollständig aus ein-ander gesetzt habe, wenn nicht ein mit der neuen Auflagedieses Werks veröffentlichter Auszug aus den Tagebüchernder Akademie mir noch Gelegenheit zu einem kleinenNachtrag gäbe. Aus diesen Auszügen ersieht man, dafsdas in den Saggi Veröffentlichte nur eine Auswahl dervon den Akademikern angestellten Versuche enthält, unddais sie aufser diesen noch eine sehr grofse Anzahl anderer,freilich meistens über dieselben Gegenstände unternahmen,die sie wohl noch nicht reif hielten für die Bekannt-machung.
Unter diesen sind einige, aus welchen hervorgeht,dafs die Akademiker sowohl von der Wärmeleitung alsvon der Wärmekapacität oder specifischen Wärme einigeKenntnifs hatten. Was namentlich die letztere betrifft,die in den Tagebüchern sogar mit dem Namen Kapacitätbelegt wird, so beobachteten sie darüber folgende Er-scheinungen :
Sie machten sich, was wir hier zum ersten Maleerfahren, ein Quecksilberthermometer und ein Wasser-thermometer von gleicher Gröfse, wie ihre gewöhnlichenWeingeistthermometer, und stellten beide in eine beträcht-liche Masse kalter oder warmer Flüssigkeiten. Da sahensie denn das Quecksilberthermometer rascher fallen odersteigen als das Wasserthermometer, obwohl der Betragdes Fallens oder Steigens bei ihm kleiner war als beiletzterem.
Die zweite Erscheinung ist'diese: Sie gossen gleicheMassen verschiedener Flüssigkeiten, die bis zu gleichemGrade erwärmt waren, auf Eis, und da beobachteten sie,dafs die Menge des geschmolzenen Eises nach der Naturder Flüssigkeit sehr verschieden war.