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Chemie.
seiner Gravitationstheorie nach; er kannte Dörfel’s An-sichten und billigte dieselben. Als Vermuthung war diesübrigens schon früher von Henry Percy , Grafen von Nor-thumberland x ) ausgesprochen worden, so wie von einemberliner Astronomen Madeweis 2 ).
Gottfried Kircli, geh. zu Guben 1639, gest. 1710 zuBerlin , ein Schüler Hevel’s und später erster Astronom ander neu errichteten Sternwarte zu Berlin . Er beobachteteden oben erwähnten Kometen zuerst in Koburg am4. November 1680 und schrieb darüber: Observationes in-signis cometae sub finern 1680 visi Coburgi Saxoniae habitae-
Chemie.
197. Wenden wir uns nun zur Chemie, so dürfenwir nicht vergessen, dafs dieselbe im ganzen Laufe desXVII. Jahrhunderts, sowohl in Deutschland wie in denübrigen Ländern Europas , noch auf einer sehr niederenStufe der Wissenschaftlichkeit stand, ungeachtet die Uni-versität Marburg schon 1609 eine Professur der Chemieerrichtete, die erste ihrer Art, und Job. llartmann damitbekleidete.
Trotz dieser und ähnlicher Zeichen einer wissenschaft-lichen Gestaltung der Chemie waren es doch eigentlichnur die Anwendungen derselben, um derentwillen sie ge-trieben wurde. Wer sich mit Chemie befalste, hatte ent-weder alchemistische Zwecke im Auge, und nur ganz all-mählich, und erst gegen das Ende des Jahrhunderts, er-wachte ein höheres Interesse an den Erscheinungen. Dasgründlichere Studium der chemischen Processe, das nachund nach dadurch hervorgerufen wurde, drängte denn auchdie Alchemie immer mehr in den Hintergrund, obwohldie lockende Kunst des Goldmachens, der Panacea desLebens und der Bereitung des Steins der Weisen, inner-halb dieses ganzen Jahrhunderts noch so viele theils offene,
') Monatl. Korresp. VIII, 47.s ) Busch, Handb. VII, 357.