Boyle.
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Händen gehabt hat, so miiiste man Boyle eine beträcht-liche Zahl solcher Entdeckungen zuschreiben, denn in derThat hat er bei seinen vielen chemischen Operationenmanchen bemerkenswerthen Körper dargestellt, aber zueinem Erkennen der Natur dieses Körpers, was allein einengegründeten Anspruch auf die Entdeckung desselben ver-leihen kann, war seine Zeit noch nicht reif. Merkenswerthbleibt aber doch, dals er Wasserstoffgas darstellte und auf-hng, und zwar bereitet aus Eisen und verdünnter Schwefel-säure; er scheint indefs nicht einmal die Brennbarkeit er-kannt zu haben, sondern sah den Versuch nur als Beweisan, dals man Luft auf künstlichem Wege erzeugen könne 1 ).
ähnlichem Zwecke entwickelte er schon 1664 Kohlen-säure mittelst Essigsäure aus Austernschalen, wobei aberbesondere Umstände obgewaltet haben müssen, da er dieseals heilsam für das Athmen bezeichnet.
Bis zur Einführung der neuen chemischen Nomen-klatur, die neben ihren vielen trefflichen Seiten doch denNachtheil herbeiführte, dafs sie die historischen Momenteaus dem Gedächtnifs vertilgte, war Boyle’s Andenken inder Chemie auch durch den Liquor fumans Boylii (flüch-tige Schwefelleber) erhalten. Boyle beschrieb denselben1676, er war aber schon 1608 von dem französischen Arzt^egilin dargestellt, und führte daher mit mehr Recht denNamen Spiritus sulphurat. Beguini. Er besteht im We-sentlichen aus Schwefelammonium, und wird durch Destil-lation von Schwefel, Salmiak und gelöschtem Kalk erhalten.
Wie bei allen älteren Chemikern war die trockneDestillation eine Lieblingsoperation von Boyle, und indemer sie auf Holz anwandte, bekam er einen brennbaren GeistUnd eine Säure, die beide offenbar nichts anderes sind alsunser Holzgeist und unser Holzessig. Boyle ist ferner auchWohl der erste, der versuchte, den Weingeist durch Destil-lation über wassergierigen Substanzen zu entwässern, indemer ihn über kalcinirtem Weinstein d. h. kohlensaurem Kali
') Höfer, Hist. II, 161.