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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Newton.

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derselben den Lehren Descartes ] anhing, und dieser sonstso scharfsinnige Mann behauptet hatte, das Licht pflanzesich instantan fort, was im Grunde ein Unsinn ist, dennein Ding kann nicht zugleich an zwei Orten sein; was sichbewegt, braucht auch Zeit.

Merkwürdig ist, wie Descartes auf diesen widersinnigenSchlui's gerathen ist. Er sagt, wenn das Licht sich successivfortpflanzt, so müsste aus seiner Geschwindigkeit und derGeschwindigkeit der Erde eine scheinbare Bewegung derFixsterne erfolgen, da nun aber diese nicht bekannt ist, sogeschieht die Fortpflanzung des Lichtes momentan. Wirhaben hier dasselbe Gemisch von Irrthum und Wahrheit,welchem wir bei Descartes so oft begegnen; man sieht erdivinirte die Aberration, aber statt zu sagen, die Beobach-tungen hätten diese noch nicht nachgewiesen, nahm er an,sie existire nicht, und zog den falschen Schlufs in Bezugauf das Licht. Gescheuter waren gewils die Mitgliederder Accademia del Cimento, die nach der Idee ihresMeisters Galilei wenigstens die Geschwindigkeit des Lichtsvoraussetzten, und einen Versuch machten, sie auf Erdenzu messen, der freilich mifsglücken mufste (§ 177, No. XIII).

Riimer’s Entdeckung kam Huygliens sehr zu statten,denn da er bei allen seinen Betrachtungen das Licht alsein Bewegungsphänomen darzustellen hatte, so mufste esihm natürlich höchst erwünscht sein, eine direkte Messungder Geschwindigkeit desselben zu haben, Römer' s Ent-deckung bildet daher in dem Traite de la lumiere vonHuygheus einen der Ausgangspunkte der Betrachtung.

Newton.

272. Wir haben in neuerer Zeit durch den schot-tischen Physiker David Urewster eine so ausführliche Lebens-beschreibung Newtou’s erhalten, und diese ist durch Ueber-setzune so verbreitet bei uns, dafs ich mich wohl daraufbeschränken kann, nur die Hauptmomente des an äufserenBegebenheiten eben nicht reichen Lebens des grofsen Britenzu erwähnen.

Poggendorff, Gesch. d. Physik.

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