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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Newton.

Dann behandelt er die Oscillationen des Wassers inkommunicirenden Röhren, und findet, dai's diese Oscil-lationen übereinstimmen mit denen eines Pendels, welchesdie halbe Länge der beiden Wassersäulen zur Länge hat.Aus diesem Satz leitet er nun wieder die Geschwindigkeitder Wasserwellen her.

Er betrachtet in einer Wasserstrecke A C, deren Mitte Bist, AB als eine Säule, deren Enden durch Oscillation steigen und fallen. Wenn das Wasser von A nach Bsteigt und darauf von B nach C wieder sinkt, so wirddas Pendel von der Länge \AB eine Oscillation machen,worunter Newton einen Hin- und Hergang versteht. Indieser Zeit ist aber die Welle um ihre ganze Länge fort-geriickt, und in derselben Zeit würde auch ein viermal solanges Pendel eine halbe Oscillation machen, folglich wäredie Länge dieses Pendels 4 .\AB = 2AB — AC— derLänge der Welle. Also schliefst Newton, die Zeit, inwelcher eine Welle um ihre Länge fortschreitet, ist ziem-lich gleich der Schwingungszeit eines einfachen Pendelsvon der Länge dieser Welle.

Eine Welle von 3,05 par. Fufs Länge würde also ineiner Sekunde einen Weg von 3,05 par. Fufs zurücklegen,weil die Länge des Sekundenpendels soviel beträgt. Dochsetzt Newton hinzu, es könne dies alles nur ungefähr richtigsein, da die Oscillationen der Wassertheilchen in denWellen nicht senkrecht auf und ab geschähen, und wirk-lich haben auch die späteren Forschungen mannichfacheMängel an der Newton’sehen Wellentheorie aufgefunden,was uns aber nicht darf vergessen lassen, dals der grofseMann hier sowie in manchen anderen Zweigen der me-chanischen Physik die Bahn gebrochen hat.

Somit hätte ich denn den Haupt-Inhalt des berühmtenWerkes dargelegt, durch welches Newton nicht nur sichselbst das unvergänglichste Denkmal errichtet, sondern ingewisser Beziehung auch für die Physik eine ebenso denk-würdige Epoche begründet hat, wie für die Astronomie.Ist der Erfolg, den Newton Bei seinen physikalischen Unter-